Wie fühl ich mich verloren hier
an dieses Flusses Strand !
Die Welt verschwimmt im Nebel mir,
als wär´s ein Geisterland
Ein Schatten irr ich still einher
wie in der finsteren Nacht;
Furchtsam mein Gang, mein Atem schwer,
nichts, was mir Freude macht
Der Nebel schleiert alles ein,
soweit das Auge schaut.
Gestorben scheint die Welt zu sein:
Kein Sang, kein Klang, kein Laut
Es hüllt in Trauer das Gefild
mit seinem kalten Hauch
und hält zurück im Wald das Wild,
den Vogel in dem Strauch
Verschwunden sind in Nacht und Graus
die Wälder und die Aun.
Da ist kein Baum., kein Turm noch Haus
noch Mühle mehr zu schaun
So war mein Leben oft wie hier
in Nebel eingehüllt:
Kein Tag der Freude glänzte mir,
kein Hoffen ward erfüllt
Und endlich kam ein Sonnenstrahl,
der Nebel bebt‘ und wich:
Tag ward es über Berg und Tal,
Tag ward es auch für mich
November 1855