Naturgedichte (chronologisch)

Ach, wo ich gerne bin, Da soll ich nimmer hin, Und wo ich bleiben muß, Da hab ich nur Verdruß. Nach dem Walde soll ich nicht, In den Garten mag ich nicht, In der Stube bleib´ ich nicht — Was fang´ ich an? Ach, in dem Wald allein, Da kann man lustig sein; Da grünt ... =>

Du mußt dein Herz zum Frühlingsgarten weihn, Pflanz liebe Blumen edler Art hinein: Geduld und Hoffnung, Lieb´ und Heiterkeit Und auch das Blümelein Zufriedenheit! Dann magst du deinen Garten Gott vertraun, Auf seine Lieb´ und seine Güte baun; Doch mußt du auch das Deine freudig tun: Gott gab das Leben nicht, um auszuruhn. Und wenn ... =>

Wenn spazieren geht der Reiher, Denkt er über manches nach: Ob sich´s besser fischt am Weiher Oder besser noch am Bach. Endlich hat er sich entschlossen, Geht zum Weiher hin und fischt, Und da weilt er unverdrossen, Bis er einen Fisch erwischt. Warten, das versteht er prächtig, Langeweile kennt er nicht; Was er tut, er ... =>

Lustig ist das Bienenleben! Lustig in dem Sonnenschein Um die duft´gen Bäume schweben, Kosten edlen Blütenwein! Alles horchet, wenn sie summen In die Sommerwelt hinein, Ja die Lüfte selbst verstummen, Lauschen ihren Melodein. Bei der ersten Morgenhelle Sind sie munter und bereit, Sie verlassen ihre Zelle, Und kein Weg ist je zu weit. Darum will ... =>

0 wie freu´n wir uns, Wenn ein Frühlingstag Endlich heiter lacht Über Feld und Hag! Wenn ein Falter froh Durch die Luft sich schwingt Und ein Blümchen still Aus der Knospe springt; Wenn der letzte Schnee Rieselt hin als Quell Durch die grünen Au´n, Rein und silberhell; Wenn zum ersten Mal Uns mit frohem Schall ... =>

»Was tat ich Dir zuleide je, O lieber Frühling, sprich! Daß Du mit lauter Reif und Schnee So schlecht belohnest mich? Ich habe dankbar dein gedacht, Ich habe manchen Sang Aus frohem Herzen Dir gebracht, Daß Feld und Wald erklang.“ — Lieb Vöglein, sei nicht böse mir, Ich bin nicht schuld daran: Ich mein´ es ... =>

O Sommermorgen, wie bist du so schön, So schön im Tal und auf den Höh´n! Wenn´s Morgenrot aus Osten strahlt Und golden den Saum der Wolken malt Und mit immer glänzend röterer Glut Auf den Wipfeln der dunkelen Wälder ruht; Wenn Halm´ und Blumen in Flur und Au Frisch duften im kühlen Morgentau; Wenn durch des ... =>

„Willst du, Sommer, wieder scheiden? Soll uns Blümchen auf der Heiden Mitten in der Freudenzeit Treffen schon das Winterleid? Sommer, sieh noch einmal wieder Von dem blauen Himmel nieder! Send uns doch dein mildes Licht! Sommer, o verlaß uns nicht!“ Sommer hört´s und käme gerne, Doch er kann aus weiter Ferne Einen Scheidegruß allein Senden ... =>

Der Herbst, der heute gibt und nimmt, Bald uns erfreut, bald uns verstimmt, Er soll uns dennoch Wohlgefallen, Weil er´s doch gut meint mit uns allen. Wir wollen uns für seine Gaben, Woran wir uns erfreun und laben, Recht dankbar allezeit erweisen Und wollen ihn freudig loben und preisen.

Jetzt fröhlich gemut Und schwinget den Hut, Spielt lustig zum Reigen Mit Flöten und Geigen! Juchheißa juchhei! Die Ernt´ ist vorbei. Die Ernt´ ist vorbei, Juchheißa juchhei! Flink, Annchen, Mariannchen Und Käthchen und Hannchen, Franz, Heinrich und Fritz, Zum Tanz wie der Blitz! Zum Tanz wie der Blitz, Franz, Heinrich und Fritz! Die ganze Gemeine ... =>

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