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	<title>Ausführliche und kommentierte Biographie &#8211; Hoffmann von Fallersleben</title>
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	<description>Leben und Werk</description>
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		<title>Im Kreise froher kluger Zecher</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/im-kreise-froher-kluger-zecher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Apr 1842 16:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hoffmann reist weiter. An seinem Geburtstag, dem 2. April, ist er in Leipzig. Am 5. April 1842 gaben die Verleger Otto und Georg Wigand , die bis dahin Glasbrenner, Robert Prutz und den zu langer Festungshaft verurteilten Jacoby, veröffentlicht hatten, im Leipziger &#8222;Hotel de Pologne&#8220; ein Frühstück für den Dichter.. Anwesend war unter anderem Robert ... <a title="Im Kreise froher kluger Zecher" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/im-kreise-froher-kluger-zecher/" aria-label="Mehr Informationen über Im Kreise froher kluger Zecher"> =&#62;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Hoffmann reist weiter. An seinem Geburtstag, dem 2. April, ist er in Leipzig. Am 5. April 1842 gaben die Verleger Otto und Georg Wigand , die bis dahin Glasbrenner, Robert Prutz und den zu langer Festungshaft verurteilten Jacoby, ver&ouml;ffentlicht hatten, im Leipziger &bdquo;Hotel de Pologne&ldquo; ein Fr&uuml;hst&uuml;ck f&uuml;r den Dichter.. Anwesend war unter anderem Robert Blum. Die Hoffmann wohlgesinnten &bdquo;S&auml;chsischen Vaterlandsbl&auml;tter&ldquo; berichteten und schilderten Hoffmann als einen Mann mit hoher kr&auml;ftiger Gestalt, die nicht geschaffen sei, um Nacken und R&uuml;cken zu beugen. Er habe sich durch kr&auml;ftige, Freiheit atmende Ges&auml;nge im Herzen des Volkes Verehrung und Liebe erworben. Er habe ein treues, deutsches Auge usw. Dann brachte ihm ein Dr. Kaiser ein kr&auml;ftiges Hoch aus: als dem &bdquo;geraden, ehrlichen, deutschen Manne, dem r&uuml;stigen Vork&auml;mpfer f&uuml;r Deutschlands Freiheit und Rechte&hellip;&ldquo;</p>
<p>Als Hoffmann mit dem franz&ouml;sischen Dichter B&eacute;ranger verglichen wird, hei&szlig;t es: man &bdquo;solle den ausl&auml;ndischen Ma&szlig;stab meiden, um ein Talent zu messen, da&szlig; so durchaus eigent&uuml;mlich und so rein deutsch sei.&ldquo; Es folgen leichte Sticheleien gegen Frankreich und England. Robert Blum ruft ihm &bdquo;ein donnerndes Vivat&ldquo; f&uuml;r sein Gedicht &bdquo;Das Wort&ldquo; zu:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Uns blieb nur eine Waffe noch !<br>
Frischauf ! Sie ist uns gut genug;<br>
Mit ihr zertr&uuml;mmert jedes Joch<br>
und jeden Lug und Trug !</p>
<p>Weiter schildert die Zeitung den Verlauf der Versammlung so:</p>
<p style="padding-left: 40px;">Laute Billigung fand der ausgesprochene Wunsch, jeder Mann m&ouml;ge seine Gesinnung und sein Streben offen vor aller Welt zur Schau tragen, ungescheut zur &bdquo;Fahne der Partei&ldquo; schw&ouml;ren, die er aus &Uuml;berzeugung gew&auml;hlt, die Heuchelei aber und alles Schlechte mit offener Acht befehden. Bei der Erw&auml;hnung der drei sogenannten Nationalunternehmungen: des K&ouml;lner Dombaues, des Hermannsdenkmals und der Errichtung einer deutschen Flotte, wurde das erstere nur mit lautem Hohne aufgenommen; aber allgemeine Zustimmung erfolgte, als der Redner aufforderte, den &bdquo;K&ouml;lner Dom, der auf verwitterter moralischer und physischer Grundlage erbaut werden solle, der ewig eine tote hohle Steinmasse bleiben werde, ob auch Pfaffen darin hausten, und an den das deutsche Volk kein einziges Band kn&uuml;pfen k&ouml;nne, links, sehr weit links liegen zu lassen; dem Hermannsdenkmal, an das sich eine sch&ouml;ne Erinnerung kn&uuml;pfe, eine lebhafte Teilnahme zu schenken, dagegen alle Kr&auml;fte auf die Herstellung einer Flotte zu lenken, von der die Farben des freien Vaterlandes jubelnd flattern durch die freie Luft und dahinwehen auf dem freien Meere bis zu dem fernsten Punkte der Erde, wo deutsche Br&uuml;der hausen.&ldquo;</p>
<p>Daraus spricht ein deutliches Mi&szlig;trauen gegen den K&ouml;nig, der den K&ouml;lner Dombau wieder aufgenommen hatte, andererseits klingt der Wunsch nach eine Flotte wie: &bdquo;Wir wollen auch unsere Kolonien haben!&ldquo;. Eine typische Mischung f&uuml;r diese Zeit. Hoffmann zitiert diesen Zeitungsbericht ungek&uuml;rzt und seitenweise in seinen Lebenserinnerungen, und man kann sich des Eindrucks der Selbstinszenierung nicht erwehren.</p>
<p align="justify">Doch nur zwei Tage nach der Veranstaltung und nachdem er den Artikel gelesen hat, schreibt er ein satirisches Gedicht, in dem er diesen Abend kommentiert: (Man achte auch auf den Titel der unterlegten Melodie!:&nbsp; &bdquo;<a href="https://www.volksliederarchiv.de/liedergeschichten/im-kreise-froher-kluger-zecher/" target="_blank" rel="noopener">Im Kreise froher kluger Zecher</a>&bdquo;:</p>
<p style="padding-left: 40px;" align="justify">Das Lied von Sandomir (7. April 1842)<br>
Ich kenn ein Volk im deutschen Lande<br>
das macht von sich ein gro&szlig; Geschrei<br>
als ob auf seinem d&uuml;rren Sande<br>
nur Tugend, Kunst und Weisheit sei<br>
und nirgend wachs&lsquo; und bl&uuml;h&lsquo; als dort<br>
noch freie Schrift und freies Wort&hellip;.&ldquo;</p>
<p align="justify">Immer noch in Leipzig besucht Hoffmann am 9. April eine Veranstaltung im &bdquo;Literatenverein&ldquo;. Er tr&auml;gt Gedichte vor. &bdquo;Man war mehr stutzig als erfreut.&ldquo; Zwei Tage sp&auml;ter bekommt der Leipziger Verleger Binder, der Hoffmanns &bdquo;Hundert Deutsche Lieder&ldquo; drucken lassen wollte, einen v&ouml;llig negativen Zensurbescheid. Und am Nachmittag des gleichen Tages erf&auml;hrt Hoffmann, dass er vom Dienste suspendiert ist.</p>
<p align="justify">Er f&auml;hrt weiter, &uuml;ber Altenburg nach Jena, wo er bis zum 20. April bleibt. Unter anderem trifft er Dahlmann und Prutz, in der Bibliothek geht er alte Liederhandschriften durch. Etwa 30 Studenten bringen ihm ein St&auml;ndchen: &bdquo;<a href="https://www.volksliederarchiv.de/freiheit-die-ich-meine/" target="_blank" rel="noopener">Freiheit, die ich meine</a>.&ldquo; Die meiste Zeit aber verbringt er mit seinem Dichterkollegen O.L.B. Wolff. Am 16. April macht er mit diesen einen Ausflug nach Weimar. Dort in der Bibliothek stellt er fest, dass die &bdquo;Unpolitischen Lieder&ldquo; zwar angeschafft wurden, aber nicht ausgeliehen werden d&uuml;rfen.</p>
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		<title>Der Kreis schliesst sich</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/der-kreis-schliesst-sich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 May 1838 19:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>18.5.1838, Breslau, an unbekannt Meine Bibliotheksfehden dauern nun schon Jahre lang; seit 1.April 1837 ist mir mein Kustodiatsgehalt zurückgehalten, ganz widerrechtlich, beispiellos ! Seit einem Vierteljahre habe ich dreimal mein Gesuch um Entlassung aus dem Bibliotheks-Dienst eingereicht, seit dem 1. Mai 1838 bin ich endlich freiwillig ausgeschieden, weil es endlich so weit gekommen war, daß ... <a title="Der Kreis schliesst sich" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/der-kreis-schliesst-sich/" aria-label="Mehr Informationen über Der Kreis schliesst sich"> =&#62;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify"><strong>18.5.1838, Breslau, an unbekannt</strong></p>
<blockquote>
<p align="justify">Meine Bibliotheksfehden dauern nun schon Jahre lang; seit 1.April 1837 ist mir mein Kustodiatsgehalt zur&uuml;ckgehalten, ganz widerrechtlich, beispiellos ! Seit einem Vierteljahre habe ich dreimal mein Gesuch um Entlassung aus dem Bibliotheks-Dienst eingereicht, seit dem 1. Mai 1838 bin ich endlich freiwillig ausgeschieden, weil es endlich so weit gekommen war, da&szlig; ich es meiner Ehre und meiner Subsistenz schuldig war, nicht l&auml;nger auf der Bibliothek zu amtieren und der teuflischen Ungewissheit ein Ende zu machen &ndash; und dennoch keine Zeile Antwort, nicht was aussieht wie ein Bescheid !&hellip;Ich hoffe doch nicht, da&szlig; man meinem Entschlusse: nicht verhungern zu wollen (Anmerkung Hoffmanns: Ich habe als Prof. Ordinarius 300 Tlr., also etwa so viel, da&szlig; ich in Breslau 4 Monate auskomme.) und auch ferner im Dienste der Wissenschaft zu <strong>leben</strong>, Schwierigkeiten entgegensetzen wird. Das Ministerium hat f&uuml;r sein endloses Schweigen, womit ich seit Jahren wirklich gestraft, &auml;rger als ein zu ewiger Untersuchung Verdammter, keinen weiteren Grund als die verfluchte K&ouml;lner Geschichte. (Erzbischof Droste zu Fischerings Streit mit der preu&szlig;ischen Regierung) Gott gebe nur, da&szlig; ich nicht gar aus Versehen in diesen gro&szlig;en Topf geworfen werde, denn sonst ist erst gar kein Ende abzusehen. (Briefe, S. 79f)</p>
</blockquote>
<p align="justify">Dabei dichtet er weiter an dem, was bald darauf als &bdquo;Unpolitische Lieder&ldquo; im ganzen Land bekannt wurde.</p>
<p align="justify">In Berlin werden Todesurteile gegen Mitglieder illegaler Handwerksgesellenvereine verh&auml;ngt. Diese waren radikalen Gruppen, wie dem &bdquo;Bund der Gerechten&ldquo;, dem Karl Marx und Friedrich Engel angeh&ouml;rten, verwandet. &Uuml;berall im Land g&auml;rt es. Ruge und Echtermayer in Halle, die Hoffmann wiederholt besuchte , ver&ouml;ffentlichen Theorien die auf Hegels Lehre von der Geschichte als Proze&szlig; gr&uuml;nden. Marx und Engels entwickeln diese Theorien weiter. Hoffmann aber k&auml;mpft vor allem gegen die Philister.</p>
<p align="justify">Endlich, am 31. Dezember 1838 ist Hoffmann wirklich &bdquo;Niemandes Knecht&ldquo;. Er ist die Arbeit bei der Bibliothek los, seine &bdquo;tagt&auml;gliche Frohnde&ldquo;, wie er es nannte, die ihm &bdquo;15 Jahre lang Stoff genug geboten hatte, ein pr&auml;chtiges St&uuml;ck zu schreiben zu Hufelands Kunst, das menschliche Leben zu verl&auml;ngern, n&auml;mlich: Die Kunst, das menschliche Leben zu &ndash; verk&uuml;rzen.</p>
<h4 align="justify">1839</h4>
<p align="justify">Vom M&auml;rz 1839 bis zum 10. Mai ist Hoffmann von Fallersleben in Wien zu Forschungen. Dabei besucht er auch Ferdinand Wolf. In Wienbegegnet er Nestroy, den Satiriker und Volksdichter, den er widerw&auml;rtig findet. Zu Niklaus Lenau findet er keine Beziehung, dessen politische Anschauungen von Hegel und Saint-Simons Gedanken gepr&auml;gt waren.. Auf dieser Seite bleibt er konservativ, lediglich auf die Pfaffen und Pfaffenfreunde und den kirchlichen Einflu&szlig; auf den Staat schimpft er. Von Wien aus reist er in die Schweiz, wo er mit deutschen Emigranten zusammentrifft, unter anderem mit dem ehemaligen Professor aus Jena, Lorenz Oken, in dessen Zeitschrift Isis er 1821 seine politischen Distischen ver&ouml;ffentlicht hatte. Bei diesen politischen Fl&uuml;chtlingen f&uuml;hlte er sich wie unter seinesgleichen. Nun schlie&szlig;t sich der Kreis, und seine Breslauer Zeit geht zu Ende.</p>
<blockquote>
<p align="justify">&bdquo;Die n&auml;chsten Tage verkehrte ich nur mit Liberalen, die ich unterdessen kennen gelernt hatte&hellip;..Die Reise hatte f&uuml;r mich den Vorteil, da&szlig; ich in meinen politischen Ansichten bald berichtigt, bald aber auch befestigt wurde.&ldquo;</p>
</blockquote>
<p align="justify">W&auml;hrend der Reise besucht er erneut Frankreichreise, verliert dar&uuml;ber abf&auml;lligen Bemerkungen &uuml;ber sein Gastgeberland: Hoffmanns politisches Programm hie&szlig; zuerst Vaterland und Deutschlands Einheit, er unterst&uuml;tzte die Unabh&auml;ngigkeitsbewegungen anderer V&ouml;lker, wie der Polen, der Tschechen und der Flamen, aber er war bei weitem kein Weltb&uuml;rger sondern zutiefst nationalistisch gesinnt. Dabei ha&szlig;te den Adel und die F&uuml;rstenknechte und die Pfaffen. Diese Mischung war damals nicht ungew&ouml;hnlich, und so kommt er in den n&auml;chsten Jahren in Kontakt mit dem ganzen politischen Spektrum von nationalistisch bis kommunistisch. Wenn er sp&auml;ter diese Zeit in seiner Autobiographie beschreibt, mu&szlig; man bedenken, da&szlig; er dies unter v&ouml;llig anderen politischen Verh&auml;ltnissen tut, als in der Zeit des sogenannten &bdquo;Vorm&auml;rz&ldquo;, als sich die Revolution in Deutschland anbahnte.1840 kehrt Hoffmann also dahin zur&uuml;ck, wo er als Student einst begonnen hatte. &bdquo;Wer rei&szlig;t die W&auml;nde der Wirklichkeit ein ?&ldquo;</p>
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		<item>
		<title>Das Hambacher Fest wird nicht erwähnt</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/das-hambacher-fest-wird-nicht-erwaehnt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 1831 19:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.narrenparlament.de/das-hambacher-fest-wird-nicht-erwaehnt/</guid>

					<description><![CDATA[<p>6.5.1831, Breslau, an Meusebach in Berlin &#8222;Ich habe in Wahrheit viel gelitten, Sie wissen mehr als mancher davon, aber niemand weiß es recht, was ich gelitten habe. Die letzten beiden Jahre besonders war ich mehr tot als lebendig. Es folgte eine Zeit, eine lange Zeit, wo ich nur noch eine Sehnsucht, einen Wunsch hegte &#8211; ... <a title="Das Hambacher Fest wird nicht erwähnt" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/das-hambacher-fest-wird-nicht-erwaehnt/" aria-label="Mehr Informationen über Das Hambacher Fest wird nicht erwähnt"> =&#62;</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 style="padding-left: 40px;"><strong>6.5.1831, Breslau, an Meusebach in Berlin</strong></h2>
<p style="padding-left: 40px;">&bdquo;Ich habe in Wahrheit viel gelitten, Sie wissen mehr als mancher davon, aber niemand wei&szlig; es recht, was ich gelitten habe. Die letzten beiden Jahre besonders war ich mehr tot als lebendig. Es folgte eine Zeit, eine lange Zeit, wo ich nur noch eine Sehnsucht, einen Wunsch hegte &ndash; zu sterben. Der Himmel hat es anders gewollt. Gerade wo mir das Gl&uuml;ck am fernsten schien, trat es mir recht unter die Augen. ..ich bin wieder etwas geworden &ndash; Br&auml;utigam, und meine Braut ist Davida von Th&uuml;men, die j&uuml;ngste Tochter der Generalin von Th&uuml;men zu Potsdam. (Briefe, S. 69)&ldquo;</p>
<p>Hoffmann wird zum Mitdirektor der Kunst- und Altert&uuml;mersammlung der Universit&auml;t zu Breslau ernannt, was ihm wenig bedeutet. Gegenst&auml;nde aus der Fr&uuml;hzeit haben ihm zu wenig Bezug zur Gegenwart. Au&szlig;erdem ist jener Kunst- und Altertumsforscher , der Mitglied der &bdquo;Vaterl&auml;ndischen&ldquo; ist, sein Gegner.</p>
<h2>1832 &ndash; Das Hambacher Fest</h2>
<p>Auf dem Hambacher Schlo&szlig; in der Rheinpfalz versammeln sich 30 000 Menschen, die das Ende der F&uuml;rstentyrannei und damit die staatliche Einigung Deutschlands zu einer Republik fordern. Die Redner werden von der bayerischen Regierung verhaftet. Der Bundestag verfa&szlig;t auf Betreiben Metternichs 6 Artikel, unter anderem werden politische Vereine und Reden verboten. Am 3. April 1833 st&uuml;rmen Handwerksgesellen und Burschenschafter die Frankfurter Hauptwache. Hoffmann erw&auml;hnt dieses, wie andere bedeutende politische Ereignisse dieser Jahre, in seiner 1860 verfassten Autobiographie mit keinem Wort!</p>
<h2 style="padding-left: 40px;"><strong>9.4.1833, Breslau, an Johannes Schulze in Berlin</strong></h2>
<p style="padding-left: 40px;">&bdquo;Die Familie von Winterfeld, bei welcher meine Braut hier gelebt hatte und nun auch wieder in Berlin lebte, suchte alles anzuwenden, die Erf&uuml;llung meiner W&uuml;nsche zu hintertreiben. Man deutete darauf hin, meine Braut sei jetzt krank, ich h&auml;tte jetzt auch nicht Einkommen genug, sagte mir aber nie ehrlich und offen, da&szlig; deshalb nur meine Heirat verz&ouml;gert werde.</p>
<p style="padding-left: 40px;">&Uuml;brigens kannte mich die Familie Winterfeld sehr genau und bereits seit dem Jahre 1823; sie wu&szlig;te, da&szlig; ich f&uuml;r mein Kustodiat 360 Tlr. und f&uuml;r meine Professur 200 Tlr. j&auml;hrliches Einkommen hatte, und sie mu&szlig;te vorher wissen, was sich billiger Weise dereinst vom Staate f&uuml;r mich erwarten lie&szlig;. &ndash; Frau von Winterfeld hatte sich m&uuml;ndlich gegen eine hiesige Freundin ge&auml;u&szlig;ert: ehe ich nicht wenigstens 14 oder 1500 Taler Gehalt h&auml;tte, k&ouml;nne aus meiner Verbindung nichts werden&hellip; Leider musste ich zuletzt noch die &Uuml;berzeugung gewinnen, da&szlig; meine Braut die Ihrigen mehr liebte als mich und willenlos, wie sie es von Jugend auf aus z&auml;rtlicher R&uuml;cksicht gegen jene gewohnt war, jetzt ein Verh&auml;ltnis zerst&ouml;ren half, wenn ich statt Freude nur Vorw&uuml;rfe und Verdruss einerntete, alle Lust an literarischer T&auml;tigkeit verlor und den letzten Rest angeerbter Heiterkeit einb&uuml;&szlig;te.</p>
<p style="padding-left: 40px;">Jetzt habe ich Ruhe und Frieden wiedergewonnen. Ich habe keine Anspr&uuml;che dieser Art mehr an die Welt; ich geh&ouml;re ganz der Kunst und Wissenschaft und suche nichts f&uuml;r mich, nur f&uuml;r jene habe ich Hoffnungen, W&uuml;nsche und Bitten.&ldquo; (Briefe, S.70)</p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>14.9.1833, Breslau, an Leocadia von Nimptsch<br>
auf J&auml;schkowitz bei Breslau<br>
</strong><br>
&bdquo;Jugend ! ich kenne auch den Zauber, der in diesem Worte liegt, und doch wie wenig bin ich der Tage froh geworden, die man Jugend nennt ! Meine Jugend war ein Kampf gegen Not und Kummer, ein Streit mit dem Ererbten und Aufgedrungenen in Kunst und Sitte, eine Notwehr gegen die Feinde meiner Ruhe, meiner Heiterkeit, meines wissenschaftlichen Strebens, gegen die Neider des bisschen Gl&uuml;ckes, was mir der Himmel lie&szlig; und gab&hellip; Jetzt habe ich Friede geschlossen, aber ich habe keine Jugend mehr und will keine mehr haben, weil ich keine Hoffnung mehr haben will; nur in diesem Gedanken, der Ihnen f&uuml;rchterlich klingt, geht mir ein neues, reiches Leben auf, und ich k&uuml;mmere mich wenig darum, ob es die Welt Jugend nennt oder nicht, bin ich doch j&uuml;nger dabei als ich einst war.&ldquo; (Briefe, S. 72)</p>
<h2 style="text-align: left; padding-left: 40px;" align="center"><strong>12.1.1834, Breslau, an Karl Milde in Breslau</strong></h2>
<p style="text-align: left; padding-left: 40px;" align="center"><em>Ja, Schicksal, ich versteh dich !<br>
Mein Gl&uuml;ck ist nicht von dieser Welt &ndash;<br>
</em><br>
&bdquo;Wenn ich auch nur einen Augenblick den Gedanken fassen k&ouml;nnte: Du bist eine Egoist ! so w&auml;re dieser Augenblick gen&uuml;gend, mich selbst zu vernichten. Aber ich bin mir des ernstlichen Strebens bewusst, nur f&uuml;r andere zu leben und zu wirken, nur insofern etwas zu sein, als ich jenes verfolge und erreiche. Die Frucht dieses Strebens ist meine Vaterlandsliebe und meine Poesie&hellip; Je weniger mir die &auml;u&szlig;ere Welt gen&uuml;gt, je mehr lebe ich nach innen&hellip; Du willst gern mein Arzt sein, aber kennst mein Krankheit nicht. Wenn es Geiz ist, da&szlig; ich seit 1823 alle alten Schulden bezahlt und mir eine Bibliothek gesammelt, etwa 200 Tlr. zu einer Reise gespart, vielerlei Geschenke gemacht, mancherlei unterst&uuml;tzt, und jetzt im Augenblicke, wenn ich die letzten Rechnungen bezahlen will, f&uuml;r 3 Monate (Januar, Februar, M&auml;rz 1834) keine Pfennig Geld, kein ganzes Hemde, keinen heilen Strumpf mehr habe &ndash; nun, wenn das Geiz ist &ndash;</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 40px;" align="center">Wenn ich heute nicht komme, vergib mir. In meiner traurigen Stimmung m&ouml;chte ich weder Dir noch den Deinigen sonderlich willkommen sein. (Briefe, S. 73f)</p>
<p style="text-align: left;" align="center">Hoffmann begibt sich wieder auf Reisen, Prag ist die erste Station, hier entdeckt er ein bisher unbekanntes deutsches Gedicht aus dem 11. Jahrhundert und ver&ouml;ffentlicht es an Ort und Stelle. Weiter geht es nach Wien. In &Ouml;sterreich findet er die &auml;lteste &Uuml;bersetzung des Math&auml;us-Evangeliums. N&auml;chste Station ist M&uuml;nchen. Dort begegnet er dem Hofbibliothekar und Germanisten Schmeller, au&szlig;erdem den Germanisten und Mitbegr&uuml;nder der Turnbewegung Ma&szlig;mann. Beide sch&auml;tzt er als aufrechte, ehrenwerte M&auml;nner &bdquo;echtdeutschen edlen&ldquo; Charakters ein. Ingrid Heinrich-Jost weist darauf hin, da&szlig; beide nach heutigen Ma&szlig;st&auml;ben rechts einzustufen sind. Ma&szlig;mann war &uuml;brigens Zielscheibe des Spottes von Heinrich Heine.</p>
<p style="text-align: left;" align="center">Weiter begegnete er Justinus Kerner, Gustav Schwab, Protagonisten der &bdquo;Schw&auml;bischen Dichterschule&ldquo;, vom &bdquo;Jungen Deutschland&ldquo; bel&auml;chelt bis beschimpft. Vor allem freute er sich, aber Ludwig Uhland zu treffen. Dieser war als Jurist Mitglied des oppositionellen Landtags f&uuml;r Th&uuml;ringen (1831) in Baden-W&uuml;rttemberg und 1848/49 im Frankfurter Parlament als Abgeordneter.</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 40px;" align="center">&bdquo;Mein Reisezweck war erf&uuml;llt: ich hatte ihn kennen gelernt, den Mann, den ich als Dichter und Gelehrten schon lange liebte und verehrte, und war hocherfreut, da&szlig; derselbe Mann, was er gewesen, geblieben war, ein standhafter Vork&auml;mpfer f&uuml;r die freie Entwicklung des deutschen Staatslebens.&ldquo;</p>
<p style="text-align: left;" align="center">Au&szlig;erdem traf Hoffmann Fanny Lewald, eine der Musen des liberalen Jungen Deutschland. Hier ist Hoffmann eher noch konservativ, in der Art, wie er es sp&auml;ter wieder wird. B&uuml;ndnisse suchend auch im rechten Lager f&uuml;r das &bdquo;Vaterland&ldquo;</p>
<p style="text-align: left;" align="center">Der deutsche Zollverein wird auf Druck des B&uuml;rgertums gegr&uuml;ndet, besonders im Rheinland , wo sich noch franz&ouml;sische Einfl&uuml;sse positiv f&uuml;r den Handel bemerkbar machen, floriert die Wirtschaft. Die rheinischen Industriellen und Bankiers Hansemann, Camphausen und Mevissen fordern die Einberufung eines gesamtdeutschen Parlaments, Festigung und Erweiterung des Zollvereins, Aufhebung aller Privilegien des Adels, Versammlungs- und Pressefreiheit.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Rosen und Lilien aufs Papier</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/rosen-und-lilien-aufs-papier/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 1824 12:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Dichtung und Wahrheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.narrenparlament.de/rosen-und-lilien-aufs-papier/</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#8222;Du mußt schreiben, rief ich, schreiben, sonst glaubt niemand, daß du noch nicht an Altersschwäche gestorben bist ! Sie glauben doch auch, verehrter Freund, daß es ein Leben gibt, welches dem totsein ähnlich ist?&#8220; (Briefe, S. 36) &#8211; Und einen Tag später schreibt er erneut an Meusebach in Berlin: Ich lebe heute nach langer lieber ... <a title="Rosen und Lilien aufs Papier" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/rosen-und-lilien-aufs-papier/" aria-label="Mehr Informationen über Rosen und Lilien aufs Papier"> =&#62;</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/rosen-und-lilien-aufs-papier/">Rosen und Lilien aufs Papier</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&bdquo;Du mu&szlig;t schreiben, rief ich, schreiben, sonst glaubt niemand, da&szlig; du noch nicht an Altersschw&auml;che gestorben bist ! Sie glauben doch auch, verehrter Freund, da&szlig; es ein Leben gibt, welches dem totsein &auml;hnlich ist?&ldquo; (Briefe, S. 36) &ndash; Und einen Tag sp&auml;ter schreibt er erneut an Meusebach in Berlin: Ich lebe heute nach langer lieber Zeit zum ersten Male wieder auf f&uuml;r die frischen Natur- und Jugendt&ouml;ne des Volksliedes; die Winternebel werden zu Goldwolken, und es schneiet mir Rosen und Lilien aufs Papier.</p>
<p>Morgen, morgen k&ouml;nnen Sie l&auml;cheln und sp&ouml;tteln, wenn ich dem gro&szlig;en literarischen Karren ziehe und den Ro&szlig;t&auml;uscher die Stra&szlig;e ebene. Bittere Prosa ist das Labsal meiner freien Stunden, und die Poesie nagt wie ein heimlicher Schaden an meinem Herzen. ( Breslau, 12.1.1824, Briefe, S.37/38) Ein Heimatgedicht schreibt Hoffmann in diesem Jahr &bdquo;Kein sch&ouml;ner Land als Heimat&ldquo; und &bdquo;Kein schlimmer Land als Fremde&ldquo; hei&szlig;t es darin</p>
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		<title>Ankunft in Breslau und Ehrendoktor in Leiden</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/ankunft-in-breslau-und-ehrendoktor-in-leiden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 1823 19:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.narrenparlament.de/ankunft-in-breslau-und-ehrendoktor-in-leiden/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bei Meusebachs in Berlin hatte Hoffmann den Geheimen Rat Wilhelm Schulz kennen gelernt, der von der freien Stelle an der Universität in Breslau (so weit reichte das preußische Staatsgebiet) gehört hatte. Meusebach hatte vergeblich versucht ihm eine bessere Anstellung zu besorgen, Hoffmann brauchte aber eine feste Gehaltsquelle und so erhielt er am 4. März 1823 ... <a title="Ankunft in Breslau und Ehrendoktor in Leiden" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/ankunft-in-breslau-und-ehrendoktor-in-leiden/" aria-label="Mehr Informationen über Ankunft in Breslau und Ehrendoktor in Leiden"> =&#62;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Meusebachs in Berlin hatte Hoffmann den Geheimen Rat Wilhelm Schulz kennen gelernt, der von der freien Stelle an der Universit&auml;t in Breslau (so weit reichte das preu&szlig;ische Staatsgebiet) geh&ouml;rt hatte. Meusebach hatte vergeblich versucht ihm eine bessere Anstellung zu besorgen, Hoffmann brauchte aber eine feste Gehaltsquelle und so erhielt er am 4. M&auml;rz 1823 den Bescheid, da&szlig; er bei der Bibliothek in Breslau als Custos f&uuml;r ein Jahr auf Probe angestellt w&uuml;rde. Mit Reisegeld und erstem Gehalt machte er sich auf den Weg:</p>
<p style="padding-left: 40px;">&bdquo;Breslau hatte etwas Fremdes f&uuml;r mich, es machte auf mich gar nicht den Eindruck einer deutschen Stadt . In den zwar geraden, aber schmalen Stra&szlig;en, zwischen hohen finstren H&auml;usern bewegte sich langsam eine w&uuml;hlige Volksmenge, darunter Kerle in schmierigen Schafpelzen, in alten Schlafr&ouml;cken, Bettler in zerlumpten Kleidern, nur hin und wieder ein M&auml;dchen in sauberem, netten Anzuge. Die &ouml;ffentlichen Pl&auml;tze sind viel zu klein, als da&szlig; sie sonderlichen Eindruck machen k&ouml;nnen&hellip;&ldquo;</p>
<p>Wieder Bettler, wie schon in K&ouml;ln, Breslau erscheint gar nicht als deutsche Stadt, obwohl es gerade Stra&szlig;en hat. Hoffmann sieht die Dinge, aber bleibt nur an der Oberfl&auml;che in seinen Beschreibungen und das Fremde st&ouml;&szlig;t ihn ab. Dann die Arbeitsstelle in der B&uuml;cherei, da prallt sein gro&szlig;er Lebensplan auf die Breslauer Wirklichkeit:&nbsp;Die Geschwindigkeit, mit der er vorging, ist beeindruckend.</p>
<p>Kaum angekommen findet er in der Breslauer Bibliothek einige wertvolle altniederl&auml;ndische Handschriften, mit denen er den ersten Band seiner Horae Belgicae&ldquo; vollendete, elf weitere sollten folgen. Er schickte das Buch mit einer Widmung versehen an die Universit&auml;t Leiden, die ihn am 14. Juni desselben Jahres in Abwesenheit zum Doktor ernannte.</p>
<p>Die Arbeit in der Breslauer Bibliothek war nicht angenehm, vor allem aber musste er, was die Anerkennung als Germanist betraf, wieder bei Null anfangen, wobei ihm ein Satz, den er gleich zu Beginn seiner T&auml;tigkeit ge&auml;u&szlig;ert hatte, eher geschadet haben d&uuml;rfte:</p>
<p style="padding-left: 40px;">&bdquo;Wie man in Berlin sagte, soll die Bibliothek ja noch sehr in Unordnung sein.&ldquo;</p>
<p>Im Herbst erkrankt Hoffmann an Rheuma, verbunden mit Hals- und Brustschmerzen, Leiden, die ihn von da an immer wieder qu&auml;lten. Sp&auml;ter schreibt er, dass das Einatmen der feuchtkalten Luft und des modrigen B&uuml;cherstaubes zu dieser Erkrankung gef&uuml;hrt haben, damals war er aber erst 26 Jahre alt und noch gar nicht solange Bibliothekar.</p>
<p>So sehr er bis dahin Gl&uuml;ck gehabt hatte in seinem Vorw&auml;rtskommen, bis hin zur verliehenen Doktorw&uuml;rde, in Breslau war er wieder ein Niemand. &bdquo;&hellip;ich mu&szlig;te trachten, trachten, da&szlig; ich durch wissenschaftliche Studien die bereits eingenommene amtliche Stellung behauptete und eine bessere zu erhalten w&uuml;rdig erachtet w&uuml;rde.&ldquo; Erst einmal f&auml;hrt er zu seinen Freunden nach Berlin, um sich zu erholen.</p>
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		<title>Arlikona</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/arlikona/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Feb 1822 06:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie war ein kleines Mädchen, als Hoffmann sie zum ersten Mal sah. Natürlich war &#8222;Arlikona&#8220; nicht der wirkliche Taufname. Aber er nannte sie so, oder auch &#8222;Rosigere&#8220;, wenn er sie besang. Und das tat er: Du siehst mich an . . .Erst viele Jahre später eröffnete er seinem Berliner Gönner und väterlichen Freund, Freiherrn von ... <a title="Arlikona" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/arlikona/" aria-label="Mehr Informationen über Arlikona"> =&#62;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Sie war ein kleines M&auml;dchen, als Hoffmann sie zum ersten Mal sah. Nat&uuml;rlich war &bdquo;Arlikona&ldquo; nicht der wirkliche Taufname. Aber er nannte sie so, oder auch &bdquo;Rosigere&ldquo;, wenn er sie besang. Und das tat er: Du siehst mich an . . .Erst viele Jahre sp&auml;ter er&ouml;ffnete er seinem Berliner G&ouml;nner und v&auml;terlichen Freund, Freiherrn von Meusebach, da&szlig; dessen Tochter Kalorie es war, die ihn zum Tr&auml;umen und Dichten inspiriert hatte.</p>
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		<title>Henriette von Schwachenberg</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/henriette-von-schwachenberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Mar 1821 06:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im März des Jahres entschloß sich Hoffmann, von Bonn aus zu seiner Familie nach Fallersleben zu wandern.Mit leichtem Gepäck und voller Übermut machte er sich zusammen mit Wilhelm Hengstenberg auf den Weg. Man sah ihnen an, daß sie Studenten auf Wanderschaft waren: Schirmmütze, Halstuch, deutscher Rock, ein mächtiger Ziegenhainer, eine kurze Pfeife mit schwarz-rot-goldenen Quasten ... <a title="Henriette von Schwachenberg" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/henriette-von-schwachenberg/" aria-label="Mehr Informationen über Henriette von Schwachenberg"> =&#62;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Im M&auml;rz des Jahres entschlo&szlig; sich Hoffmann, von Bonn aus zu seiner Familie nach Fallersleben zu wandern.Mit leichtem Gep&auml;ck und voller &Uuml;bermut machte er sich zusammen mit Wilhelm Hengstenberg auf den Weg. Man sah ihnen an, da&szlig; sie Studenten auf Wanderschaft waren: Schirmm&uuml;tze, Halstuch, deutscher Rock, ein m&auml;chtiger Ziegenhainer, eine kurze Pfeife mit schwarz-rot-goldenen Quasten und ein auf die Brust herabh&auml;ngender Tabaksbeutel.Fr&ouml;hlich gelangten sie nach Wetter an der Ruhr &ndash; der Heimat Wilhelm Hengstenbergs &ndash; und von dort auf das benachbarte Gut &bdquo;Haus Hove&ldquo;. Die Dame des Hauses, Henriette von Schwachenberg, empfing die beiden Freunde sehr freundlich. Sie hatte nach einer Ehescheidung ihren M&auml;dchennamen wieder angenommen und lebte nun mit den 2 kleinen Kindern bei ihrem verwitweten Vater.</p>
<p align="justify">In einem Brief an Hoffmann schreibt sie: &bdquo;Wir Weiber sind wahrlich nicht zu beneiden! Unser Gl&uuml;ck ist schon gro&szlig;, &ndash; wenn wir nicht ungl&uuml;cklich sind.&ldquo;Hoffmann begann die um 5 Jahre &auml;ltere Frau ernsthaft zu lieben. Er umwarb sie aufrichtig, stie&szlig; aber auf vorsichtige Zur&uuml;ckhaltung. Sie empfand gro&szlig;e Zuneigung zu dem jungen Mann, konnte sich jedoch &auml;u&szlig;eren Zw&auml;ngen und ihren negativen Erfahrungen nicht entziehen. Entt&auml;uscht zog sich Hoffmann zur&uuml;ck.</p>
<p align="justify">1842 hatte Henriette, die wieder heiratete aber auch weiterhin Hoffmanns Leben und Wirken interessiert verfolgt hatte, von der Absetzung als Professor der Universit&auml;t und von der Ausweisung aus Breslau erfahren. Sie schrieb ihm sofort und bot ihm &ndash; auch finanzielle &ndash; Unterst&uuml;tzung an. 1844 trafen sich beide in Bad Soden. Dabei lernte Hoffmann auch den 2. Gemahl Henriettes, den Juristen Gustav Foerster, kennen. Ein Jahr sp&auml;ter, im Dezember 1845, stirbt sie. Zur&uuml;ck blieb eine dauerhafte Freundschaft zwischen Foerster und Hoffmann von Fallersleben.</p>
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		<title>Holland-Reise</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/holland-reise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 1821 22:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.narrenparlament.de/holland-reise/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Frühjahr 1821 begab er sich auf eine fünfmonatige Reise in die Niederlande, um zu forschen und zu sammeln. Zu Beginn der Reise aber besuchte er Freunde in Köln die Großstadt schreckte ihn ab, er ist unangenehm berührt von dem &#8222;Schmutz und Kohlenstaub, die vielen häßlichen Gesichter, die einem damals begegneten, so wie die vielen ... <a title="Holland-Reise" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/holland-reise/" aria-label="Mehr Informationen über Holland-Reise"> =&#62;</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Fr&uuml;hjahr 1821 begab er sich auf eine f&uuml;nfmonatige Reise in die Niederlande, um zu forschen und zu sammeln. Zu Beginn der Reise aber besuchte er Freunde in K&ouml;ln die Gro&szlig;stadt schreckte ihn ab, er ist unangenehm ber&uuml;hrt von dem &bdquo;Schmutz und Kohlenstaub, die vielen h&auml;&szlig;lichen Gesichter, die einem damals begegneten, so wie die vielen zerlumpten, schmierigen Bettler&hellip;&ldquo;</p>
<p>Nicht alle Ver&auml;nderungen der Zeit schien er wahrzunehmen, die Herausbildung eines Proletariats, das teilweise in Slums leben mu&szlig;, w&auml;hrend das B&uuml;rgertum wirtschaftliche Freiheiten fordert. Der Volksdichter f&uuml;hlt sich von einem teil des Volkes angewidert.</p>
<p>W&auml;hrend seiner Holland-Reise lernt er viele bedeutende Gelehrte kennen, unter anderem den bedeutendsten niederl&auml;ndischen Dichter Willem Bilderdijk. Hier erregt sein &Auml;u&szlig;eres Aufsehen, die Kinder rufen im Schimpfworte nach. Hoffmann l&auml;&szlig;t sich die Haare schneiden und tr&auml;gt eine holl&auml;ndische Samtm&uuml;tze und eine enge blaue Hose, um den Gastgebern zu gefallen.</p>
<p>Er beginnt eine Zusammenstellung &uuml;ber die alte niederl&auml;ndische Dichtung sowie ein Verzeichnis der Handschriften und alten Drucke der Gesellschaft f&uuml;r niederl&auml;ndische Literatur, hierf&uuml;r erh&auml;lt er im Jahre 1822 ein stattliches Honorar. Mit diesem Geld setzt er sp&auml;ter weitere Studien fort und wird so f&uuml;r die niederl&auml;ndische Sprachforschung das, was Grimm f&uuml;r die deutsche wurde.</p>
<p>Das Volkslied hatte es ihm dabei besonders angetan, womit der in der Tradition von Johann Gottfried Herder (Lieder der V&ouml;lker 1773), Brentano und Arnims &ldquo; Des Knaben Wunderhorn &ldquo; und anderer stand. Er allerdings gab dem ganzen eine politische Dimension.</p>
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		<title>Meieli &#8211; Elisabeth Kemper</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/meieli-elisabeth-kemper/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Feb 1821 06:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.narrenparlament.de/meieli-elisabeth-kemper/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hoffmann reiste nach Holland. In Leiden arbeitete er fleißig in der Bibliothek der Maatschappij. Er lernte den Professor für Staatsrecht Johann Melchior Kemper und dessen Familie kennen. Die Tochter Elisabeth liebte deutsche Literatur und insbesondere die allemannischen Gedichte von Peter Hebel. &#8222;Das Allemannische wurde nun die Sprache meines Herzens, ich glaubte keine schönere zu finden, ... <a title="Meieli &#8211; Elisabeth Kemper" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/meieli-elisabeth-kemper/" aria-label="Mehr Informationen über Meieli &#8211; Elisabeth Kemper"> =&#62;</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hoffmann reiste nach Holland. In Leiden arbeitete er flei&szlig;ig in der Bibliothek der Maatschappij. Er lernte den Professor f&uuml;r Staatsrecht Johann Melchior Kemper und dessen Familie kennen. Die Tochter Elisabeth liebte deutsche Literatur und insbesondere die allemannischen Gedichte von Peter Hebel. &bdquo;Das Allemannische wurde nun die Sprache meines Herzens, ich glaubte keine sch&ouml;nere zu finden, worin ich Betty besang. Sie hie&szlig; von nun an Meieli. &bdquo;Meieli aber hat erst aus der Autobiografie Hoffmanns von seiner jugendlichen Schw&auml;rmerei f&uuml;r sie erfahren &ndash; 46 Jahre sp&auml;ter!</p>
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		<title>Erste Erfolge</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/erste-erfolge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jan 1821 22:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.narrenparlament.de/erste-erfolge/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Schicksal meint es gut mit ihm, er findet ein altes bisher unbekanntes Amsterdamer Liederbuch und nimmt es ins eine Sammlung auf, bald darauf, am 8. Januar 1821 entdeckt er in einem Buchdeckel in der Universitätsbücherei Bruchstücke eines alten deutschen Gedichtes, den Otfried. Hierbei kam ihm zugute, daß mittelalterliche Bibliothekare für sie wertlose Pergamentbögen an ... <a title="Erste Erfolge" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/erste-erfolge/" aria-label="Mehr Informationen über Erste Erfolge"> =&#62;</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Schicksal meint es gut mit ihm, er findet ein altes bisher unbekanntes Amsterdamer Liederbuch und nimmt es ins eine Sammlung auf, bald darauf, am 8. Januar 1821 entdeckt er in einem Buchdeckel in der Universit&auml;tsb&uuml;cherei Bruchst&uuml;cke eines alten deutschen Gedichtes, den Otfried. Hierbei kam ihm zugute, da&szlig; mittelalterliche Bibliothekare f&uuml;r sie wertlose Pergamentb&ouml;gen an Buchbinder &uuml;bergeben haben, die diese dann f&uuml;r Einb&auml;nde benutzten, was nicht so selten vorkam.</p>
<p>Sofort ver&ouml;ffentlicht er diesen Fund Mitte April 1821 unter dem Titel &ldquo; Bruchst&uuml;cke vom Otfried nebst anderen deutschen Sprachdenkm&auml;lern &ldquo; unter dem Namen Hoffmann von Fallersleben. Einen Monat zuvor hatte er den Gedichtband &ldquo; Lieder und Romanzen &bdquo;, erschienen im Bachem-Verlag, zu K&ouml;ln herausgegeben, und das war das erste Mal, da&szlig; er diesen &bdquo;K&uuml;nstlernamen&ldquo; benutzte.</p>
<p>Seine Entdeckung war nicht weniger als eine Handschrift des &auml;ltesten bekannten deutschen Dichters. Und Hoffmann sammelte und sammelte, noch 1821 machte er eine erste Reise in die Niederlande, die er von seinem Honorar f&uuml;r das Kommersbuch finanzierte, auf der Suche nach Sprachdenkm&auml;lern. Er sammelte rund um Fallersleben, wenn er seine Mutter besuchte, die &uuml;ber sein studentisches Aussehen entsetzt war, er sammelte Spr&uuml;che und Lieder in Mundart, seine Freunde hielt er dazu an, ihm von ihren Heimatbesuchen Texte mitzubringen, was sie auch taten. Es ging ihm um nicht weniger als den &bdquo;noch immer poetischen Zusammenhang aller germanischen V&ouml;lker zu beweisen.&ldquo;</p>
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