Biographie (chronologisch)
Heimatklänge (24.04.1851)
„Wer singt denn hier in dem viel bewunderten, hoch gepriesenen Rheinlande, an dem heiligen Flusse, dem Ganges der Deutschen ? Das Volk trinkt saueren Wein, verrichtet schwere Arbeiten und ist in seinem Elende froh, wenn es beten und die Steuern bezahlen kann.“ Allmählich singt Hoffmann wieder von Deutschland, die dänisch -preußische Ausseinandersetzung hat sein Augenmerk ...
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Auf den Trümmern meiner Hoffnungen (27.04.1851)
Warum sagst Du mir nicht, was Dir fehlt, was dich drückt ? Es würde mich vielleicht beruhigen, es würde mich bereit finden, Dich zu trösten. So aber läßt Du mich ohne alle nähere Mitteilung. Du sprichst von einem Unglück, sagst aber nicht, was für ein Unglück. Ihr seid doch wohl und munter ! (…) Du ...
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Opern und Kirchenlieder (01.01.1852)
Das neue Jahr (1852) begann ich mit dem festen Entschlusse, eine neue Ausgabe meiner “ Geschichte des deutschen Kirchenliedes bis auf Luthers Zeit “ zu veranstalten. Bei den vielen Nachträgen, die ich selbst gesammelt hatte oder der Güte meiner Fachgenossen verdankte, hielt ich die Arbeit nicht für so schwierig. Bald aber stellte sich heraus, daß ...
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Brief an Ferdinand Wolf in Wien (12.12.1852)
Lieber Freund! So oft ich Ihren Namen las, habe ich mich immer herzlich gefreut, denn seit so langer Zeit, dass wir uns nicht gesehen und geschrieben, erfuhr ich nur immer Gutes von Ihnen. Wir werden uns wohl schwerlich je wiedersehen, uns die alten schönen Tage an der Donau zu erneuen. Es hat sich in unserm ...
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Unsere schlechten politischen Zustände (22.12.1852)
Schlechter aber als das schlechteste Wetter sind unsere politischen Zustände, so schlecht, daß man nicht einmal mehr darüber sprechen mag, weil das ganze Volk weiß, wie sie sind. Ich lege Ihnen einige Nummer der Volkszeitung bei. Es wird nicht immer nach Béranger heißen: la liberté s’en va, les rois restent, sondern vielleicht auch einmal umgekehrt.(Briefe, ...
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Erneute Vertreibung aus dem Königreich Hannover (09.08.1853)
Hochgeehrter Herr Landrat! Ew. Hochwohlgeboren werden aus der heutigen Koblenzer-Zeitung ersehen haben, daß ich vor einigen Tagen aus dem Königreiche Hannover ausgewiesen wurde. Ich halte es für meine Pflicht, Sie vollständig von dem Zwecke meines dortigen Aufenthaltes und meinen Arbeiten und Erlebnissen in Kenntnis zu setzen.(…) Ich arbeitete täglich zwölf Stunden. Ich hatte so wenig ...
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Einmal frei atmen (04.02.1854)
Und dann wird der Hoffmann Hofpoet und verrät zum ersten mal ein altes Prinzip. Wie viele Kampfgedichte hat er verfasst gegen die „Pensionsbezieher„, die sich mit „Schweigetalern“ kaufen lassen Dingelstedt, Geibel und Freiligrath hat er verteufelt. Jetzt schreibt er am 4.2.1854 aus Bonn, an Rudolf Müller in Holdorf: „Ein deutscher Fürst ist hochherzig genug gewesen, ...
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Carolyne zu Sayn-Wittgenstein und Prinzessin Marie (21.02.1858)
Carolyne zu Sayn-Wittgenstein hatte sich von ihrem Ehegatten getrennt und lebte mit ihrer großen Liebe – Franz Liszt – in Weimar zusammen. Als Wohnsitz hatten sie die „Altenburg“ gekauft.Hier entstanden Liszts große Werke, hierher strömten Künstler aus ganz Europa. Die Altenburg wurde ein Musensitz. Das Ehepaar Hoffmann war ständiger Gast und dankbar für den geselligen ...
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Frieda Lipperheide und Bertha Fischer (21.02.1860)
Nach dem Tod Idas ist Hoffmann verzweifelt. Um die Erziehung seines kleinen Sohnes Franz kümmert sich seine Schwägerin Alwine zum Berge. Nur langsam schöpft er neuen Mut. An alten Freundschaften hält er fest und neue werden geknüpft.Zu den Lichtblicken an Frauenbekanntschaften zählt die Ehefrau seines Berliner Verlegers Lipperheide – Frieda Lipperheide. Sie leitet als Redakteurin ...
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Bibliothekar auf Corvey (01.05.1860)
Als der Großherzog von Sachsen-Weimar die Finanzierung von Hoffmanns und Oskar Schades „Weimarischen Jahrbüchern für deutsche Sprache, Literatur und Kunst“ einstellte, mußte sich Hoffmann – nun schon 62 Jahre alt – abermals um eine neue Tätigkeit bemühen. Durch Vermittlung seines Freundes Franz List und der Prinzessin Marie von Sayn-Wittgenstein, die in Weimar eine gute Freundin ...
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