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	<title>Müller (Rudolf) &#8211; Hoffmann von Fallersleben</title>
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	<description>Leben und Werk</description>
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		<title>Einmal frei atmen</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/einmal-frei-atmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Feb 1854 11:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Müller (Rudolf)]]></category>
		<category><![CDATA[Vaterland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Und dann wird der Hoffmann Hofpoet und verrät zum ersten mal ein altes Prinzip. Wie viele Kampfgedichte hat er verfasst gegen die &#8222;Pensionsbezieher&#8222;, die sich mit &#8222;Schweigetalern&#8220; kaufen lassen Dingelstedt, Geibel und Freiligrath hat er verteufelt. Jetzt schreibt er am 4.2.1854 aus Bonn, an Rudolf Müller in Holdorf: &#8222;Ein deutscher Fürst ist hochherzig genug gewesen, ... <a title="Einmal frei atmen" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/einmal-frei-atmen/" aria-label="Mehr Informationen über Einmal frei atmen"> =&#62;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Und dann wird der Hoffmann Hofpoet und verr&auml;t zum ersten mal ein altes Prinzip. Wie viele Kampfgedichte hat er verfasst gegen die &bdquo;<a href="https://www.von-fallersleben.de/lied-eines-pensionierten-poeten/">Pensionsbezieher</a>&bdquo;, die sich mit &bdquo;<a href="https://www.von-fallersleben.de/wollt-ein-koenig-mir-doch-geben-pension-schweigetaler/">Schweigetalern</a>&ldquo; kaufen lassen Dingelstedt, Geibel und Freiligrath hat er verteufelt. Jetzt schreibt er am 4.2.1854 aus Bonn, an Rudolf M&uuml;ller in Holdorf:</p>
<p style="padding-left: 40px">&bdquo;Ein deutscher F&uuml;rst ist hochherzig genug gewesen, mir den Aufenthalt in seinem Lande zu gestatten und zugleich eine Aussicht auf Erwerb zu er&ouml;ffnen, da&szlig; ich, wenn ich auch mein preu&szlig;isches Wartegeld verliere, doch noch mehr habe als jetzt. (&hellip;) Vorl&auml;ufig bitte ich Dich, niemandem etwas davon zu sagen. Du wei&szlig;t, in welcher Zeit wir leben und wie viele H&auml;nde besch&auml;ftigt sind, einem anderen alles zu verderben. (&hellip;) Mein Reisen, so notwendig es war, wurde verd&auml;chtigt wie mein Briefwechsel, obschon letzterer sich nur auf rein literarische Dinge bezog pp. Doch genug hiervon ! Ich will froh sein, wenn ich endlich einmal frei atmen und ungest&ouml;rt schaffen kann.&ldquo;</p>
<p>Trotz politischer Verfolgung: Hoffmann richtet sich wieder ein im Leben. Noch trauert er um die verlorenen Revolution:</p>
<p style="padding-left: 40px">Aber Winter war&lsquo; s auf Erden<br>
und mein Gl&uuml;ck ist nur ein Traum:<br>
Gr&uuml;n wird niemals wieder werden<br>
meiner Hoffnung Bl&uuml;tenbaum</p>
<p>Freiheit taucht schon nicht mehr auf in seinen Gedichten, geht es jetzt wirklich nur noch um &bdquo;Vaterland&ldquo;. In Weimar spielt er den Clown, macht Gelegenheitsgedichte auf hochgestellte Pers&ouml;nlichkeiten und Freunde. Er fl&uuml;chtet sich in Galgenhumor, was bleibt ihm auch &uuml;brig. Die preu&szlig;ische Regierung war vom Weimarer Gro&szlig;herzog gefragt worden, ob Einw&auml;nde gegen ihn best&uuml;nden.</p>
<p>In sein Tagebuch schreibt Hoffmann 1856:</p>
<p style="padding-left: 40px">Dass meine Gedichte nicht gehen, ist ein eigen Geschick. Und doch bin ich mit der Verbreitung meiner Lieder zufriedener als irgend ein toter oder lebender Dichter (den auflagenreichsten nicht ausgenommen !) konnte oder kann. Es wird bald die Zeit da sein, und es gibt kein Dorf in Deutschland, wo nicht meine Lieder gesungen werden, und die Worte des Palmisten werden dann an wahr an mir: aus dem Munde der Unm&uuml;ndigen sollst du dein Lob h&ouml;ren.&ldquo;</p>
<p>Ein Zitat, das deutlich belegt, wie sehr Hoffmann begehrt, der deutsche Dichter schlechthin zu werden.</p>
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		<title>Es ist der Anfang des Kampfes</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/es-ist-der-anfang-des-kampfes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Apr 1850 00:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Müller (Rudolf)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die rote Fahne wird über ganz Europa wehen ! &#8222;Brüder verzaget nicht.&#8220; 5 Ggr. Ein Müller wird gesucht, der die Bereitung des Maitranks gründlich versteht. (alles aus aufgeklebten Zeitungsausschnitten zusammen gestellt) Also Brüder nicht verzagt ! 5 Ggr ! Ich habe von dem großen Putsch des Jahres 48 nie die Erfüllung unserer Hoffnungen erwartet. Es ... <a title="Es ist der Anfang des Kampfes" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/es-ist-der-anfang-des-kampfes/" aria-label="Mehr Informationen über Es ist der Anfang des Kampfes"> =&#62;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die rote Fahne wird &uuml;ber ganz Europa wehen ! &bdquo;Br&uuml;der verzaget nicht.&ldquo; 5 Ggr. Ein M&uuml;ller wird gesucht, der die Bereitung des Maitranks gr&uuml;ndlich versteht. (alles aus aufgeklebten Zeitungsausschnitten zusammen gestellt)<br>
Also Br&uuml;der nicht verzagt ! 5 Ggr ! Ich habe von dem gro&szlig;en Putsch des Jahres 48 nie die Erf&uuml;llung unserer Hoffnungen erwartet. Es ist der Anfang des Kampfes, der f&uuml;r uns und ganz Europa durchgek&auml;mpft werden mu&szlig;. Traurig w&auml;re es, wenn wir jetzt schon die Waffen wegwerfen wollten, jetzt, wo wir eben erst zum Widerstande erwacht sind und unsere Einsicht und unser Selbstbewu&szlig;tsein w&auml;chst und reift. Im Gegenteil, wir m&uuml;ssen mit den Waffen, die uns nicht genommen werden k&ouml;nnen, k&auml;mpfen, bis der Kampf entschieden ist. Frisch auf denn mit Ernst, Ingrimm, Begeisterung, Scherz, Spott, Hohn, Witz und Humor ! Das ist wenigstens meine Ansicht, mein Wunsch und Wille, und ich fahre eben deshalb da fort, wo ich vor zehn Jahren stehen blieb. Das Parlament zu Schnappel findet vielleicht nicht den Anklang, den es haben will. Es gibt zu viele verzweifelte Naturen, die schon alles f&uuml;r verloren halten, denen auch das Bestreben anderer fortzuk&auml;mpfen eitel und nichtig erscheint. Wag es ! Kampf ist Leben, und eben darum werde ich k&auml;mpfen und wenn ich wirklich fest &uuml;berzeugt w&auml;re, da&szlig; alles erfolglos bliebe.&ldquo; (Am 28.4.1850 aus Bingerbr&uuml;ck, an Rudolf M&uuml;ller in Holdorf )<br>
Der Mut in dieser Situation wirkt seltsam aufgesetzt, die Wirklichkeit ist auch eine andere. In Mecklenburg wird die Opposition grausam unterdr&uuml;ckt. Der Gro&szlig;herzog von Schwerin setzt nach und nach reaktion&auml;re Ausnahmegesetze durch. Sogar das Z&uuml;chtigungsrecht der Gutsherren wird wieder eingef&uuml;hrt. Und Hoffmann selbst ? Er wird verh&ouml;rt, mu&szlig; vorsichtig sein. Er er hat kein Geld, noch immer bem&uuml;ht er sich um den Verkauf seiner Bibliothek. Er verhandelt wieder mit dem Oberbibliothektar Pertz: Am 20. Mai 1850 bietet dieser ihm 1000 Taler, nachdem vorher &uuml;ber das doppelte geredet worden war:<br>
&bdquo;Ich war au&szlig;er mir. Einen wohlhabenden, angesehenen, regierungsbeliebten und in seinen Augen anst&auml;ndigen Manne h&auml;tte der Herr Geheimrat so etwas nie zu bieten gewagt, aber einen gema&szlig;regelten, verfolgten, endlich wieder amnestierten armen Teufel wie mir konnte er mit vergn&uuml;gter Aussicht auf Erfolg einen solchen Spottpreis bieten. &Auml;rgerlich &uuml;ber die bisherigen zeitraubenden und kostspieligen und immer vergeblichen Bem&uuml;hungen, meine Bibliothek zu verwerten, entschlo&szlig; ich mich endlich, dieser Qu&auml;lerei ein Ende zu machen, zumal nun auch der letzte Versuch gescheitert war, ein h&ouml;heres Gebot beim Herrn Geheimrat Pertz zu erzielen, und schrieb ihm, da&szlig; ich sein Angebot ann&auml;hme.&ldquo; (Mein Leben)</p>
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		<title>Noch stehen 20000 Mann für die Sache der Freiheit</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/noch-stehen-20000-mann-fuer-die-sache-der-freiheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jun 1849 23:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Müller (Rudolf)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>27.6.1849, Frankfurt, an Rudolf Müller in Holdorf in Mecklenburg: In Bingerbrück stehe ich &#8222;unter dem rheinischen Rechte, wonach man für ein Gedicht nicht so leicht auf die Festung geschickt wird, wie das wirklich neulich in Halle geschehen. Dort hat man einen armen Teufel, der die Steuerverweigerung poetisch empfohlen hat, zu dreijähriger Festungsstrafe verurteilt. Schöne Gegend ... <a title="Noch stehen 20000 Mann für die Sache der Freiheit" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/noch-stehen-20000-mann-fuer-die-sache-der-freiheit/" aria-label="Mehr Informationen über Noch stehen 20000 Mann für die Sache der Freiheit"> =&#62;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>27.6.1849, Frankfurt, an Rudolf M&uuml;ller in Holdorf in Mecklenburg:</p>
<p>In Bingerbr&uuml;ck stehe ich &bdquo;unter dem rheinischen Rechte, wonach man f&uuml;r ein Gedicht nicht so leicht auf die Festung geschickt wird, wie das wirklich neulich in Halle geschehen. Dort hat man einen armen Teufel, der die Steuerverweigerung poetisch empfohlen hat, zu dreij&auml;hriger Festungsstrafe verurteilt. Sch&ouml;ne Gegend !</p>
<p>Vom Kampfplatze immer noch nichts Amtliches, dagegen viele verworrene und unvollst&auml;ndige Berichte. Aus allen geht jedoch hervor: das Volksheer hat sich durchgeschlagen nach Rastatt und an die Murg, und &bdquo;mein herrliches Kriegsheer&ldquo; mit seinen &bdquo;herrlichen&ldquo; Anh&auml;ngseln, namentlich Mecklenburgern, hat in allen Treffen sehr viel gelitten. Das &bdquo;Lumpengesindel&ldquo; hat derma&szlig;en gek&auml;mpft, da&szlig; die Heulerbl&auml;tter ihm einen L&ouml;wenmut zugestehen !</p>
<p>Ich sprach gestern abend einen jungen Arzt, der den Kriegszug als Mitk&auml;mpfer mitgemacht hatte. Es sind wahre Wunder von Tapferkeit und Ausdauer verrichtet. Nur durch die &Uuml;bermacht, im Bunde mit den Heulern und dem nichtsw&uuml;rdigen Benehmen R&ouml;mers* , ist alles so ungl&uuml;cklich bisher gegangen.</p>
<p>Die Sache ist aber noch nicht aus: noch stehen 20000 Mann f&uuml;r die Sache der Freiheit an der Murg, und wenn sie sich nur vier Wochen noch halten, so kann ein wunderbarer Umschwung der Dinge in Europa ihnen und uns helfen. Ich habe zwar keine Hoffnungen auf die n&auml;chste Zukunft, lebe aber in dem tr&ouml;stlichen Glauben, da&szlig; sich durch Bajonette und Kanonen wohl eine Idee nieder halten, aber nicht zerst&ouml;ren l&auml;&szlig;t. Die Reaktion wird siegen, aber in ihrer Siegestrunkenheit unseren Sieg beschleunigen. <em>*:</em></p>
<p><em> * Friedrich von R&ouml;mer (1794-1864), M&auml;rzminister des Jahres 1848 und Haupt der w&uuml;rttembergischen Opposition, der sich jedoch infolge der revolution&auml;ren Ausbr&uuml;che von der demokratischen Partei abwandte)</em></p>
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		<item>
		<title>Tilgt die Not mit eurem Blut</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/tilgt-die-not-mit-eurem-blut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 May 1849 23:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Müller (Rudolf)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin seit meinem letzten Briefe immer südlicher gezogen, wie die Zugvögel im Herbste. Potsdam verließ ich den 21. März, blieb bis zum 4. April in Braunschweig, war dann zu Anfange Aprils in meiner Heimat, einige Tage an der Ruhr, endlich mit Freiligrath in Köln und Düsseldorf und gelangte am 20. April hier in Geisenheim ... <a title="Tilgt die Not mit eurem Blut" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/tilgt-die-not-mit-eurem-blut/" aria-label="Mehr Informationen über Tilgt die Not mit eurem Blut"> =&#62;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin seit meinem letzten Briefe immer s&uuml;dlicher gezogen, wie die Zugv&ouml;gel im Herbste. Potsdam verlie&szlig; ich den 21. M&auml;rz, blieb bis zum 4. April in Braunschweig, war dann zu Anfange Aprils in meiner Heimat, einige Tage an der Ruhr, endlich mit Freiligrath in K&ouml;ln und D&uuml;sseldorf und gelangte am 20. April hier in Geisenheim an. Schon am 23. trieb es mich weiter: ich blieb bis zum letzten in Frankfurt, vom 3-14.Mai in Mannheim und vom 15.-22. in Darmstadt. Am 25. kam ich wieder hierher zur&uuml;ck. Das sch&ouml;ne Wetter in der sch&ouml;nen Natur und der tiefe Frieden, der hier im ganzen Rheingau waltet, tut meiner Seele wohl. Ich bin wirklich seit einigen Tagen ein neuer Mensch geworden, k&ouml;rperlich frisch und gest&auml;rkt, und geistig gehoben.</p>
<p>Ich habe den B&uuml;rgerkrieg in seine Anf&auml;ngen mitgemacht. Den 3. Mai war ich mit auf der gro&szlig;en Volksversammlung in Kaiserslautern, begleitet von meinen &bdquo;drei Sommerliedern&ldquo;, welche der Stimmung des Tages entsprachen. Als ich am Abend eintraf, f&uuml;hrte mich mein Wirt, der mich vom Jahre 43 kannte, auf die Volksversammlung. Als man meiner gewahr ward, mu&szlig;te ich mich dem souver&auml;nen Volke zeigen und wurde mit dreimaligen (&bdquo;donnerndem&ldquo; w&uuml;rdest du hinzuf&uuml;gen) Hoch bewillkommnet.</p>
<p>Der Volksversammlung in Mannheim, die &uuml;ber das Schicksal der dortigen Garnison entschied, wohnte ich auch bei. Im Hauptquartieren zu Ludwigshafen war ich &ouml;fter. Die ganze Zeit &uuml;ber, also vier Wochen hinter einander, war ich in der gr&ouml;&szlig;ten Aufregung und endlich so k&ouml;rperlich leidend, da&szlig; ich mich vom Schauplatze zur&uuml;ckziehen mu&szlig;te. Was habe ich nicht alles geh&ouml;rt und gesehen ! Wie habe ich geschimpft und geflucht &uuml;ber diese gro&szlig;artige Verr&auml;terei der F&uuml;rsten und ihrer Helfershelfer, dieser Frankfurter Millionenhunde.</p>
<p>Ich habe aber doch auch sch&ouml;ne, herrliche Augenblicke erlebt ! Alte, fast verschollene Freunde und Bekannte tauchten wieder auf mit alter Liebe und Treue und lie&szlig;en mich die Abtr&uuml;nnigen bald vergessen. Itzstein hat sehr gealtert. Heckers Schicksal, die Abtr&uuml;nnigkeit der alten Freunde und die ganz verfehlte Frankfurter Geschichte haben ihm die fr&uuml;here Frische des Geistes und die belebende Heiterkeit im geselligen Verkehre sehr abgeschw&auml;cht.<br>
Was ich in den letzten Tagen des Januars begann (die Distichen), ist nach und nach so angewachsen, da&szlig; ich es unter dem Titel: &bdquo;<a href="https://von-fallersleben.de/lexikon/spitzkugeln/" target="_self" title='Zeit-Distichen von Hoffmann von Fallersleben. Selbst-Verlag des Verfassers. Darmstadt. 1849. In Commission bei C.W. Leske. 8&deg;. 33 SS. 262 Nummern. In den "Spitzkugeln" beschimpft Hoffmann von Fallersleben vor allem die Professoren in der Frankfurter Paulskirche, die durch ihr Geschw&auml;tz die Revolution verraten haben. Den &rdquo; Turnvater &rdquo; Jahn nennt er z.B. einen Hanswurst: Als er das Volkstum schrieb, da konnt er auch turnen noch vorw&auml;rts Jetzo ein alter Hanswurst turnet er nur noch zur&uuml;ck. Dein Verrat an der Sache des Volkes ist der Dank f&uuml;r die Opfer Unseres Volks, als ein F&uuml;rst dich in den Kerker begrub.' class="encyclopedia">Spitzkugeln</a>&ldquo; in die Welt geschleudert habe. Die Auflage ist hoffentlich in einigen Tagen vergriffen und wird dann mit neuen vermehrt abermals erscheinen, wenn bis dahin der Absolutismus nicht alles unterdr&uuml;ckt hat.</p>
<p>(<b>Am zweiten Pfingsttage 1849, Geisenheim, an Rudolf M&uuml;ller in Holdorf , </b>Briefe, S.152)</p>
<p>Diesem Brief an M&uuml;ller in Holdorf zufolge hat Hoffmann am 3. Mai 1849 Lied in Kaiserslautern das Lied &bdquo;<a href="https://www.von-fallersleben.de/eisen-bricht-die-not/">Eisen bricht die Not</a>&ldquo; vorgetragen, in dem er zum bewaffneten Kampf aufruft: &bdquo;Sollt in eueren Adern kreisen noch ein F&uuml;nkchen Ehr und Mut / Greift zum Schwerte! Greift zum Eisen! / Tilgt die Not mit eurem Blut&ldquo;. Vermutlich hat er das Lied extra zu diesem Anla&szlig; geschrieben.</p>
<p>In seinen Lebenserinnerungen bechreibt er seine Rolle als unbedeutend: &bdquo;Am 14. Mai war ganz Baden im Aufstande. Schon den Abend vorher war der Gro&szlig;herzog aus seiner Residenz geflohen, die Regierung beseitigt, das Heer abtr&uuml;nnig geworden, der Landesausschu&szlig; hatte die Regierungsgewalt an sich gerissen und einen Aufruf erlassen. In Mannheim war gro&szlig;e Aufregung. Die Soldaten schlossen sich der Volksbewegung an, und eine B&uuml;rgerwehr trat ins Leben.</p>
<p>Ich hatte genug an diesen gewaltigen Anstrengungen aller Parteien, alles in Verwirrung zu bringen, um schlie&szlig;lich weder f&uuml;r sich noch f&uuml;r das Vaterland etwas zu erreichen. Es wurde ein schreckliches Trauerspiel vorbereitet. Ich mochte nicht als m&uuml;&szlig;iger Zuschauer warten, bis es in Szene gesetzt war, und wie h&auml;tte ich mich beteiligen sollen ? Meine Waffe war das Lied, und diese Waffe galt bei dem gro&szlig;en Haufen und seinen F&uuml;hrern, die nur mit roher Gewalt noch etwas auszurichten hofften, gar nichts mehr&ldquo; (Mein Leben 4, S.77)</p>
<p>Nichts von diesem unver&ouml;ffentlichtem Aufruf zum bewaffenten Kampf, der an Freiligraths &bdquo;Die Toten an die Lebenden&ldquo; erinnerte, ein Aufruf, jetzt alles f&uuml;r die Revolution zu wagen. Einer dieser F&uuml;hrer, von denen er sich sp&auml;ter distanzierte, war sein Freund Hecker und hatte er nicht noch im August 1845 in dem Gedicht &bdquo;<a href="https://www.von-fallersleben.de/im-ganzen-vaterlande-ein-teufel-ueber-den-anderen/">Ein Teufel &uuml;ber den Anderen</a>&ldquo; einen herbeigew&uuml;nscht, der die Freiheit notfalls mit Gewalt herbeischaffte ?</p>
<p>Oder spricht da einer, der sich den Siegern von 1849 als ungef&auml;hrlich und &bdquo;gel&auml;utert&ldquo; darstellen will. Als es 1870 / 71 um den Sieg &uuml;ber Frankreich geht, da jubelt er &uacute;nd hat keine Probleme mit der praktizierten rohen Gewalt !</p>
<p>Wenn man liest, was Hoffmann in der Zeit des deutsch &ndash; franz&ouml;sischen Krieges 1870 / 71 schreibt, wie deutlich er Stellung zu beziehen wei&szlig;, darf man an seinen Worten zweifeln. Immerhin stand er, als er diese S&auml;tze aufschrieb, in Diensten eines F&uuml;rsten.</p>
<p>1849, da war er sich selbst verantwortlich: Er ver&ouml;ffentlicht &bdquo;Spitzkugeln, Zeit &ndash; Distichen&ldquo; im Selbstverlag, Auflage 700 St&uuml;ck. Diese wurden bei der Ausgabe der &bdquo;Gesammelten Werke&ldquo; nicht ber&uuml;cksichtigt, &uuml;berhaupt f&auml;llt auf, da&szlig; wenig von seiner politischen Dichtung dieser Tage sp&auml;ter noch nachgedruckt wird.</p>
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		<item>
		<title>Ich habe den Bürgerkrieg in seine Anfängen mitgemacht</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/ich-habe-den-buergerkrieg-in-seine-anfaengen-mitgemacht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 May 1849 21:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Müller (Rudolf)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Ich habe den Bürgerkrieg in seine Anfängen mitgemacht. Den 3. Mai war ich mit auf der großen Volksversammlung in Kaiserslautern , begleitet von meinen &#8222;drei Sommerliedern&#8220;, welche der Stimmung des Tages entsprachen. Als ich am Abend eintraf, führte mich mein Wirt, der mich vom Jahre 43 kannte, auf die Volksversammlung. Als man meiner gewahr ward, ... <a title="Ich habe den Bürgerkrieg in seine Anfängen mitgemacht" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/ich-habe-den-buergerkrieg-in-seine-anfaengen-mitgemacht/" aria-label="Mehr Informationen über Ich habe den Bürgerkrieg in seine Anfängen mitgemacht"> =&#62;</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&bdquo;Ich habe den B&uuml;rgerkrieg in seine Anf&auml;ngen mitgemacht. Den 3. Mai war ich mit auf der gro&szlig;en Volksversammlung in Kaiserslautern , begleitet von meinen &bdquo;drei Sommerliedern&ldquo;, welche der Stimmung des Tages entsprachen. Als ich am Abend eintraf, f&uuml;hrte mich mein Wirt, der mich vom Jahre 43 kannte, auf die Volksversammlung. Als man meiner gewahr ward, musste ich mich dem souver&auml;nen Volke zeigen und wurde mit dreimaligen (&bdquo;donnerndem&ldquo; w&uuml;rdest du hinzuf&uuml;gen) Hoch bewillkommnet.&ldquo; <em>( Brief an Rudolf M&uuml;ller , in: An meine Freunde, S. 152 )</em></p>
<p>Eines dieser Drei Sommerlieder , die er anscheinend auch &ouml;ffentlich vorgetragen hat, geht so:</p>
<p>&bdquo;Ja, sie haben uns verraten und gespielt das alte Spiel, und mit R&auml;nken und Soldaten uns gebracht um unser Ziel. Br&uuml;der, Freiheit oder Tod! <a href="https://www.von-fallersleben.de/eisen-bricht-die-not/">Eisen, Eisen bricht die Not</a>! Lieber heute noch als morgen zahlt den Gl&auml;ubigern die Schuld! Fluch dem Warten ! Fluch dem Borgen ! Fluch vor allem der Geduld ! Br&uuml;der, Freiheit oder Tod! Eisen, Eisen bricht die Not! &ldquo;</p>
<p>In &ldquo; Mein Leben &ldquo; ,schildert er diese Zeit viele Jahre nach der verlorenen Revolution wie einen Karnevalsaufzug: &bdquo;Da trat die Badische Bewegung ein; es fing an unheimlich zu werden.&ldquo;</p>
<p>Am <strong>13. Mai</strong> spazierte ich bei sehr sch&ouml;nem Wetter in die Rheinschanze. Unterwegs viel Get&uuml;mmel: Freisch&auml;rler in wunderlicher Tracht und Bewaffnung, und neugierige Wanderer, Alles bunt durch einander. Ich ging dann in das Hauptquartier und traf die Leiter der kriegerischen Bewegung: Blenker , Diepenbrock , Doll .</p>
<p>So ernst der Anla&szlig; zu diesen R&uuml;stungen war und so schrecklich die Folgen sein konnten, so erinnerte mich doch das ganze Thun und Treiben zu sehr an unsere Sch&uuml;tzengildenfeste und Carnevalsaufz&uuml;ge. Ich sah Leute in &auml;rmlicher Ausr&uuml;stung mit alten Schlepps&auml;beln und ausgemusterten Gewehren, aber mit einer W&uuml;rde einherschreiten, da&szlig; ich mich des Lachens nicht enthalten konnte. Die Aufregung war gro&szlig;, aber keine Klarheit &uuml;ber ein einziges, gemeinsames Ziel. Dieselben Leute, die am Morgen Einheit und Freiheit, Grundrechte, Reichsverfassung schrieen, lie&szlig;en Mittags das Kaiserreich, Nachmittags den Bundesstaat und Abends die Republik leben. Dennoch galt ich bei denselben f&uuml;r einen ihrer Parteigenossen und auf dem heutigen Spaziergange mu&szlig;te ich es erleben, da&szlig; ich &uuml;berall, wo man mich erkannte, mit einem Hoch begr&uuml;&szlig;t wurde.</p>
<p>Am <strong>14. Mai</strong> war ganz Baden im Aufstande. Schon den Abend vorher war der Gro&szlig;herzog aus seiner Residenz geflohen, die Regierung beseitigt, das Heer abtr&uuml;nnig geworden, der Landesausschu&szlig; hatte die Regierungsgewalt an sich gerissen und einen Aufruf erlassen. In Mannheim war gro&szlig;e Aufregung. Die Soldaten schlossen sich der Volksbewegung an, und eine B&uuml;rgerwehr trat ins Leben.</p>
<p>Am 28. Mai schreibt er an Rudolf M&uuml;ller aus Geisenheim in einem Brief: &bdquo;Der Volksversammlung in Mannheim, die &uuml;ber das Schicksal der dortigen Garnison entschied, wohnte ich auch bei. Im Hauptquartieren zu Ludwigshafen war ich &ouml;fter. Die ganze Zeit &uuml;ber, also vier Wochen hinter einander, war ich in der gr&ouml;&szlig;ten Aufregung und endlich so k&ouml;rperlich leidend, da&szlig; ich mich vom Schauplatze zur&uuml;ckziehen mu&szlig;te. Was habe ich nicht alles geh&ouml;rt und gesehen ! Wie habe ich geschimpft und geflucht &uuml;ber diese gro&szlig;artige Verr&auml;terei der F&uuml;rsten und ihrer Helfershelfer, dieser Frankfurter Millionenhunde!&ldquo;</p>
<p>In Mein Leben schreibt er viele Jahre sp&auml;ter: &bdquo;Ich hatte genug an diesen gewaltigen Anstrengungen aller Parteien, Alles in Verwirrung zu bringen, um schlie&szlig;lich weder f&uuml;r sich noch f&uuml;r das Vaterland etwas zu erreichen. Es wurde ein schreckliches Trauerspiel vorbereitet. Ich mochte nicht als m&uuml;&szlig;iger Zuschauer warten, bis es in Scene gesetzt war, und wie h&auml;tte ich mich betheiligen sollen? Meine Waffe war das Lied, und diese Waffe galt bei dem gro&szlig;en Haufen und seinen F&uuml;hrern, die nur mit roher Gewalt noch etwas auszurichten hofften, gar nichts mehr. &ldquo;</p>
<div id="notes">
<p class="notes" align="justify">Zitate aus Mein Leben &ndash; insbesondere der letzte Absatz ist immer wieder benutzt worden zum zu untermauern, wie unpolitisch Hoffmann damals war , dabei sprechen seine Gedichte und Briefe aus diesen Tagen eine v&ouml;llig andere Sprache! Zwei Wochen sp&auml;ter schreibt er immer noch in Geisenheim an Ludwig Erk in Berlin einen Brief :</p>
<p class="notes" align="justify">&bdquo;Ich wollte auf den Kampfplatz zur&uuml;ckkehren, es ist aber f&uuml;r unser einen der Weg dahin seit lange schon abgesperrt [&hellip;] Es ist f&uuml;r mich eine traurige Erfahrung, da&szlig; beinahe alle meine alten Freunde Erzheuler und R&uuml;ckw&auml;rtsler geworden sind.&ldquo;</p>
</div>
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		<title>Brief an Rudolf Müller in Holdorf</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/brief-an-rudolf-mueller-in-holdorf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Nov 1848 09:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Müller (Rudolf)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 12.11.1848, Berlin, an Rudolf Müller in Holdorf in Mecklenburg : Lieber Rudolf ! Noch ist Berlin ruhig. Ich komme soeben aus der National-Versammlung, die jetzt im Schützenhause in der in der kleinen Königstraße seit 2 Uhr tagt. Nachdem das Protokoll verlesen war, ging der Präsident über auf die Adressen und Petitionen. Alle würden der ... <a title="Brief an Rudolf Müller in Holdorf" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/brief-an-rudolf-mueller-in-holdorf/" aria-label="Mehr Informationen über Brief an Rudolf Müller in Holdorf"> =&#62;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 12.11.1848, Berlin, an Rudolf M&uuml;ller in Holdorf in Mecklenburg :</p>
<p align="justify">Lieber Rudolf ! Noch ist Berlin ruhig. Ich komme soeben aus der National-Versammlung, die jetzt im Sch&uuml;tzenhause in der in der kleinen K&ouml;nigstra&szlig;e seit 2 Uhr tagt. Nachdem das Protokoll verlesen war, ging der Pr&auml;sident &uuml;ber auf die Adressen und Petitionen. Alle w&uuml;rden der K&uuml;rze nach von der Petitionskommission erw&auml;hnt werden, bei einer Adresse m&uuml;sse jedoch eine Ausnahme stattfinden, diese sei eine vom Vorstande des Mecklenburgischen Landtags (Lautes anhaltendes Bravo !) Der Pr&auml;sident las den Anfang (abermaliges Bravo und Beifallklatschen im Saale und auf der Galerie), und dann den Schlu&szlig;. Die ganze Nationalversammlung erhob sich, des Jubels war kein Ende. Du kannst Dir denken, wie unendlich ich mich freute, da&szlig; auch ihr in diesem wichtigsten Augenblicke des Vaterlandes so brave Kerls seid.</p>
<p align="justify">Die Stimmung der Stadt ist ganz vortrefflich. Um 5 sollten die Gewehre abgeliefert werden, niemand denkt daran. Der Sch&uuml;tzenhof ist von den Sch&uuml;tzen und den fliegenden Korps abgesperrt. Noch ist kein Angriff geschehen. Ein Teil der Truppen hat Berlin verlassen, der gr&ouml;&szlig;ere aber alle strategisch wichtigen Punkte besetzt.</p>
<p align="justify">Ich sitze eben am Tische der Nationalzeitung. Zwei machen Berichte, einer korrigiert, und ich schreibe und erz&auml;hle, &uuml;ber uns aber gie&szlig;en die Setzer in den Pausen &ndash; Kugeln. Die National-Subskription, die heute erst von hier ausging, um den unbemittelten Volksvertretern die Taggelder zu verabreichen &ndash; die Regierung zahlt seit vorgestern keine mehr &ndash; hat guten Fortgang; es sind schon &uuml;ber anderthalb hundert Taler eingelaufen, darunter ein silberner Teller und ein goldenes Armband.</p>
<p align="justify">So eben trifft die Nachricht ein: Berlin mit zwei Meilen im Umkreise ist in Belagerungszustand erkl&auml;rt. Die National &ndash; Versammlung hat sich um 6 bis morgen um 11 Uhr vertagt. Was nun kommen wird, wei&szlig; niemand. Ich bin wohl und bleibe trotz Belagerungszustand. Dein H.v.F., (Briefe, S. 151)</p>
<p align="justify">Am 18. November geht er ins Finanzministerium. Nach stundenlangem Hin und Her, es stehen Soldaten vor der T&uuml;r, bekommt er endlich Geld: 250 Taler. Hat er bis dahin eigentlich nur vom Geld seiner Freunde gelebt ?</p>
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		<title>Geld ist bewilligt</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/geld-ist-bewilligt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Oct 1848 09:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Müller (Rudolf)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 9. Oktober, ist Hoffmann wieder in Berlin, um an Ort und Stelle &#8222;seine Angelegenheiten besser zu betreiben&#8220;. Trotz Sprechstunde wird er beim zuständigen Beamten nicht vorgelassen, ein Freund überreicht dann seine Eingabe dem Ministerpräsidenten direkt. Es zeichnet sich ab, daß er Wartegeld bekommen wird. Wieder in Holtdorf erhält er am 20. Oktober ein Schreiben ... <a title="Geld ist bewilligt" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/geld-ist-bewilligt/" aria-label="Mehr Informationen über Geld ist bewilligt"> =&#62;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 9. Oktober, ist Hoffmann wieder in Berlin, um an Ort und Stelle &bdquo;seine Angelegenheiten besser zu betreiben&ldquo;. Trotz Sprechstunde wird er beim zust&auml;ndigen Beamten nicht vorgelassen, ein Freund &uuml;berreicht dann seine Eingabe dem Ministerpr&auml;sidenten direkt. Es zeichnet sich ab, da&szlig; er Wartegeld bekommen wird. Wieder in Holtdorf erh&auml;lt er am 20. Oktober ein Schreiben des Kultusministers, das Wartegeld in H&ouml;he von 375 Talern w&auml;re bewilligt, allerdings m&uuml;sse er hierf&uuml;r seinen Wohnsitz in Preu&szlig;en nehmen. Am 30.Oktober nimmt er Abschied von Rudolf M&uuml;ller und Mecklenburg.</p>
<p align="justify">Vom 31. Oktober an weilt er in Berlin und sitzt oft in der Bibliothek.</p>
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		<title>Das feige Menschengeschlecht</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/das-feige-menschengeschlecht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jun 1848 09:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Müller (Rudolf)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 20. Mai verläßt er Berlin und hält sich in Holdorf auf. &#8222;Es war für mich eine wohltuende Beschäftigung, daß in diesen Tagen der Aufregung und Ermattung, während sich andere mit der politischen Seite unseres Volkes abmühten, ich mich an seiner poetischen freuen und erquicken konnte.&#8220; Während der Gutsbesitzer Schnelle über vom Vorparlament und den ... <a title="Das feige Menschengeschlecht" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/das-feige-menschengeschlecht/" aria-label="Mehr Informationen über Das feige Menschengeschlecht"> =&#62;</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Am 20. Mai verl&auml;&szlig;t er Berlin und h&auml;lt sich in Holdorf auf. &bdquo;Es war f&uuml;r mich eine wohltuende Besch&auml;ftigung, da&szlig; in diesen Tagen der Aufregung und Ermattung, w&auml;hrend sich andere mit der politischen Seite unseres Volkes abm&uuml;hten, ich mich an seiner poetischen freuen und erquicken konnte.&ldquo; W&auml;hrend der Gutsbesitzer Schnelle &uuml;ber vom Vorparlament und den F&uuml;nfzigerausschu&szlig;, dessen Mitglied er gewesen war, erz&auml;hlt, sortiert Hoffmann Volkslieder nach Jahreszeiten. Dann f&auml;hrt er wieder nach Berlin, von wo er am 22. Juni 1848 an Rudolf M&uuml;ller in Holdorf in Mecklenburg schreibt:</p>
<p align="justify">&bdquo;Die Nationalversammlung, die bis morgen vertagt ist, wird nun wohl wieder beginnen. Die Aussch&uuml;sse waren bis jetzt ununterbrochen t&auml;tig. In dem einen wurde gestern mit gro&szlig;er Mehrheit beschlossen: Aufhebung des Adels. Es fragt sich, ob die Nationalversammlung diesen in seinen Folgen so unberechenbaren Beschlu&szlig; annehmen wird. Es scheint nicht: &bdquo;Die Feigheit herrschet, die Hinterlist bei dem feigen Menschengeschlechte !&ldquo;</p>
<p align="justify">Am 27. Juni w&auml;hlt die deutsche Nationalversammlung den Erzherzog Johann von &Ouml;sterreich zum Reichsverweser.</p>
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		<title>20 Forderungen des mecklenburgischen Volkes</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/20-forderungen-des-mecklenburgischen-volkes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Mar 1848 09:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Müller (Rudolf)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.narrenparlament.de/20-forderungen-des-mecklenburgischen-volkes/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gemeinsam mit seinem Freund Rudolf Müller verfaßt Hoffmann von Fallersleben im März 1848 ein Flugblatt mit den 20 Forderungen des mecklenburgischen Volkes, die auf einem Flugblatt am ersten Frühlingstage des Jahres 1848 veröffentlicht werden. Der Landtag wird fortan eine Vertretung des ganzen Volkes bilden, hervorgegangen aus den freien Wahlen aller Staatsbürger. Die Sitzungen sind öffentlich. ... <a title="20 Forderungen des mecklenburgischen Volkes" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/20-forderungen-des-mecklenburgischen-volkes/" aria-label="Mehr Informationen über 20 Forderungen des mecklenburgischen Volkes"> =&#62;</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gemeinsam mit seinem Freund Rudolf M&uuml;ller verfa&szlig;t Hoffmann von Fallersleben im M&auml;rz 1848 ein Flugblatt mit den 20 Forderungen des mecklenburgischen Volkes, die auf einem Flugblatt am ersten Fr&uuml;hlingstage des Jahres 1848 ver&ouml;ffentlicht werden.</p>
<ol>
<li>Der Landtag wird fortan eine Vertretung des ganzen Volkes bilden, hervorgegangen aus den freien Wahlen aller Staatsb&uuml;rger. Die Sitzungen sind &ouml;ffentlich.</li>
<li>Jeder Mecklenburger, der das 25. Jahr erreicht hat, ist W&auml;hler und w&auml;hlbar zum Abgeordneten.</li>
<li>Jeder Mecklenburger ist gleich vor dem Gesetze.</li>
<li>&hellip;.</li>
<li>Trennung der Rechtspflege und Verwaltung.</li>
<li>Einf&uuml;hrung eines deutschen Gesetzbuches, ohne alle lateinischen W&ouml;rter und S&auml;tze, gegr&uuml;ndet auf &Ouml;ffentlichkeit und M&uuml;ndlichkeit, nebst Schwurgerichten in peinlichen und politischen Dingen.</li>
<li>Unbedingte Pressefreiheit.</li>
<li>Unbeschr&auml;nktes Vereinigungs- und Versammlungsrecht.</li>
<li>Verwandlung aller Zeitpachtbauern in Erbp&auml;chter.</li>
<li>&hellip;</li>
<li>&hellip;</li>
<li>Abschaffung aller Vorrechte: Aufhebung aller Majorate, aller Fideikommisse, aller Minorate.</li>
<li>Ver&auml;u&szlig;erung der drei Landeskl&ouml;ster zum besten des Landes.</li>
<li>Einf&uuml;hrung einer auf neuer Sch&auml;tzung beruhenden Grundsteuer, und einer durch die St&auml;nde zu bestimmenden Verm&ouml;gens- und Einkommenssteuer.</li>
<li>Verminderung des stehenden Heeres bis mindestens auf die H&auml;lfte.</li>
<li>&hellip;.</li>
<li>Vereidigung aller Staatsbeamten und des Heeres auf die Verfassung.</li>
<li>&hellip;</li>
<li>Gr&uuml;ndliche Verbesserung aller Schulen.</li>
<li>Sofortige &Auml;nderung der bestehenden Heimatsgesetze.</li>
</ol>
<p>&bdquo;Wohlan denn Mecklenburger !&ldquo;, hei&szlig;t es weiter in dem Flugblatt, &bdquo;la&szlig;t uns auch mitwirken ! la&szlig;t uns alles aufbieten, da&szlig; obigen zeitgem&auml;&szlig;en, gerechten Forderungen gen&uuml;gt wird ! la&szlig;t uns unsere Bittschriften dem n&auml;chsten Landtage &uuml;berreichen&hellip;damit unser allverehrter Landesherr, seine Regierung sowie alle bisherigen Landesvertreter sehen, wie sehr uns das Wohl Mecklenburgs, der gestzliche Fortschritt und die einheitliche Entwicklung Deutschlands am Herzen liegt; wie sehr auch unser aufrichtigster Wunsch ist, nicht hinter den &uuml;brigen Bruderstaaten zur&uuml;ckzubleiben, und der Welt zu zeigen, da&szlig; auch im Norden jede Brust von dem einen Gedanken beseelt ist: &sect;Deutschlands Einheit &ndash; Deutschlands Freiheit &ndash; Deutschlands Gl&uuml;ck.&ldquo;</p>
<p>(Mecklenburg am Fr&uuml;hlingsanfangstage 1848)</p>
<p>Am 24.3. schreibt Hoffmann von Holdorf aus an Friedrich Zarncke in Zahrendorf in Mecklenburg: &bdquo;Es ist schmerzlich, da&szlig; ich jetzt nicht mitk&auml;mpfen kann &ndash; aber mein ganzes Leben war ja ein Kampf gegen allerlei Niedertr&auml;chtigkeit, Lug und Trug, und damit will ich mich denn vorl&auml;ufig tr&ouml;sten.&ldquo;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sozialismus und Kommunismus</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/sozialismus-und-kommunismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 1846 08:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Müller (Rudolf)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.narrenparlament.de/sozialismus-und-kommunismus/</guid>

					<description><![CDATA[<p>In seinen Briefen schreibt er mehr, so am 25.9.1846 aus Wetter an der Ruhr, an Rudolf Müller in Holdorf. &#8222;Im Herzogtum Sachsen geriet ich in die religiösen Bewegungen hinein, im Bielefeldischen war ich nun mitten in den sozialistischen und kommunistischen. Jene konnten mich nicht weiter reizen, ich blieb ihnen so fern, wie ich es von ... <a title="Sozialismus und Kommunismus" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/sozialismus-und-kommunismus/" aria-label="Mehr Informationen über Sozialismus und Kommunismus"> =&#62;</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p dir="ltr" style="margin-right: 0px" align="justify">In seinen Briefen schreibt er mehr, so am 25.9.1846 aus Wetter an der Ruhr, an Rudolf M&uuml;ller in Holdorf.</p>
<p dir="ltr" style="margin-right: 0px" align="justify">&bdquo;Im Herzogtum Sachsen geriet ich in die religi&ouml;sen Bewegungen hinein, im Bielefeldischen war ich nun mitten in den sozialistischen und kommunistischen. Jene konnten mich nicht weiter reizen, ich blieb ihnen so fern, wie ich es von jeher war. Diese hingegen ergreifen mich immer wieder von neuem, ich habe l&auml;ngst ihre Bedeutung erkannt und sehe darin eine weltbewegende Idee. Die westf&auml;lischen Kommunisten wollen wie die franz&ouml;sischen und schweizerischen das Gl&uuml;ck aller als letzten Zweck, also freie Entwicklung des Menschentums und Berechtigung zu gleichem Anteil an Genu&szlig;. Ein eigentliches System liegt ihren Bestrebungen nicht zum Grunde. &Uuml;ber die Mittel sind sie sich nicht einig, sie sehen aber alle in der Aufhebung des Privateigentums, in Gleichheit des Unterrichts und dem Gebrauche der Pre&szlig;freiheit ein Hauptmittel zur Erreichung ihrer Zwecke. Wenn diese drei Dinge erreicht sind, meinen sie, w&uuml;rde sich alles andere von selbst finden (&hellip;)Ihre Teilnahme bet&auml;tigen sie jetzt haupts&auml;chlich dadurch, da&szlig; sie &uuml;ber diese allgemeinen Ideen sprechen und streiten, unter sich und mit ihren Feinden, das Volk f&uuml;r diese Ansichten empf&auml;nglich, &uuml;berhaupt bildungsf&auml;hig machen und durch freiwilligen Unterricht wirken (&hellip;)</p>
<p dir="ltr" style="margin-right: 0px" align="justify">Ob sich jemals ein so sch&ouml;ner Traum verwirklichen l&auml;&szlig;t &ndash; Ich bleibe lieber bei dem Erreichbaren stehen und halte es f&uuml;r menschenfreundlicher, etwas Gutes zu tun als nur ewig und allein zu denken (diese deutsche Eigent&uuml;mlichkeit!), da&szlig; und wie man das Einzig-Beste tun wolle, und da&szlig; alles nichts sei, wenn es nicht dies Einzig-Beste sei. Da die Kommunisten den ganzen status quo, jede Form, unter der die jetzige Gesellschaft lebt, verwerfen, so bef&uuml;rchte ich, k&ouml;nnen sie leicht auch uns in unserem Fortschrittsstreben feindselig entgegentreten, wenn sie bei ihren allgemeinen Ideen sich blo&szlig; auf die Theorie beschr&auml;nken. Doch werden auch sie wohl, wie am Ende jede Partei, zu der Einsicht gelangen, da&szlig; gewisse Dinge von allen Parteien zugleich erst erstrebt werden m&uuml;ssen, wenn jede Partei (also auch die sozialistische) erfolgreich f&uuml;r ihre Zwecke werben will.</p>
<p dir="ltr" style="margin-right: 0px" align="justify">Eine gewaltige Bewegung ist in unserem Vaterlande; das ist nicht zu verkennen. Aber wann und ob sich diese mannigfaltigen Str&ouml;mungen und Brandungen je in Ein Bette leiten lassen, da&szlig; daraus ein gro&szlig;er wohlt&auml;tiger Strom wird ? Es fehlt uns nur Hunger und Pest, und die Welt hat ihren Schwerpunkt verloren, und alles geht drunter und dr&uuml;ber, und kein preu&szlig;ischer Gendarm kann helfen. Ich hoffe bis dahin meinen Mut und meine gute Laune zu behalten und werde es machen wie jener, der auf der Donau mit einem Flo&szlig;e scheiterte. Als er mit den &uuml;brigen sank, nahm er ganz h&ouml;flich den Hut ab und rief den am Ufer Stehenden zu: Meine Herren, ich habe die Ehre, mich Ihnen ganz gehorsamst zu empfehlen!&ldquo;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/sozialismus-und-kommunismus/">Sozialismus und Kommunismus</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
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