<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	 xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" >

<channel>
	<title>Geschichte &#8211; Hoffmann von Fallersleben</title>
	<atom:link href="https://von-fallersleben.de/deutschlandlied/geschichte/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://von-fallersleben.de</link>
	<description>Leben und Werk</description>
	<lastBuildDate>Mon, 06 Jan 2025 15:36:07 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.7.2</generator>
	<item>
		<title>Geweiht und geheiligt</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/geweiht-und-geheiligt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jul 1954 07:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare und Kritik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.narrenparlament.de/geweiht-und-geheiligt/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ist dieses Lied nicht geweiht und geheiligt durch ein Meer von bitteren Tränen, durch Ströme von vergossenem Blut? Mit diesem Lied auf den Lippen stürmte einst Deutschlands akademische Jugend an einem grau verhangenen Novembertag 1914 bei Langemark in die tödlichen Feuergarben der englischen Maschinengewehre. Dieses Lied trug auch die Jugend des 2. Weltkrieges im Herzen, ... <a title="Geweiht und geheiligt" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/geweiht-und-geheiligt/" aria-label="Mehr Informationen über Geweiht und geheiligt"> =&#62;</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/geweiht-und-geheiligt/">Geweiht und geheiligt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ist dieses Lied nicht geweiht und geheiligt durch ein Meer von bitteren Tr&auml;nen, durch Str&ouml;me von vergossenem Blut? Mit diesem Lied auf den Lippen st&uuml;rmte einst Deutschlands akademische Jugend an einem grau verhangenen Novembertag 1914 bei <a href="http://langemarck.net/" target="_blank" rel="noopener">Langemark</a> in die t&ouml;dlichen Feuergarben der englischen Maschinengewehre. Dieses Lied trug auch die Jugend des 2. Weltkrieges im Herzen, als sie auf die Schlachtfelder in West und Ost, in S&uuml;d und Nord gef&uuml;hrt wurde von den Machthabern ein gottverlassenen politischen Systems.</p>
<p>Bericht &uuml;ber das &bdquo;Wunder von Bern&ldquo;,<br>
in der BUNTEN ILLUSTRIERTEN, Nr. 15, 1954 (Burdaverlag)</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/geweiht-und-geheiligt/">Geweiht und geheiligt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Brief von Theodor Heuss an Adenauer</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/brief-von-theodor-heuss-an-adenauer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 May 1952 13:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare und Kritik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.narrenparlament.de/brief-von-theodor-heuss-an-adenauer/</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#8222;Sie haben Recht, ich wollte vermieden wissen, dass in öffentlichen Veranstaltungen mit einem vaterländischen Akzent, gleichviel wie ihre Ausdehnung oder wie ihr Rang sei, ein Missklang ertöne, weil sehr, sehr viele Menschen unseres Volkes Haydns große Melodie nur eben als Vorspann zu dem &#8222;dichterisch&#8220; und musikalisch minderwertigen Horst–Wessel–Lied im Gedächtnis haben, dessen banale Melodie den ... <a title="Brief von Theodor Heuss an Adenauer" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/brief-von-theodor-heuss-an-adenauer/" aria-label="Mehr Informationen über Brief von Theodor Heuss an Adenauer"> =&#62;</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/brief-von-theodor-heuss-an-adenauer/">Brief von Theodor Heuss an Adenauer</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&bdquo;Sie haben Recht, ich wollte vermieden wissen, dass in &ouml;ffentlichen Veranstaltungen mit einem vaterl&auml;ndischen Akzent, gleichviel wie ihre Ausdehnung oder wie ihr Rang sei, ein Missklang ert&ouml;ne, weil sehr, sehr viele Menschen unseres Volkes Haydns gro&szlig;e Melodie nur eben als Vorspann zu dem &bdquo;dichterisch&ldquo; und musikalisch minderwertigen Horst&ndash;Wessel&ndash;Lied im Ged&auml;chtnis haben, dessen banale Melodie den Marsch-Takt in ein Volksverderben abgab.</p>
<p>Doch das ist es nicht allein. Als mich die Frage nach einer Nationalhymne bewegte &ndash; und das liegt innerlich l&auml;ngst vor meiner Wahl zum Bundespr&auml;sidenten &ndash; glaubte ich, dass der tiefe Einschnitt in unserer Volks &ndash; und Staatengeschichte einer neuen Symbolgebung bed&uuml;rftig sei, damit wir vor der geschichtlichen Tragik unseres Schicksals mit zugleich reinem und freiem Herzen, in klarer N&uuml;chternheit des Erkennens der Lage bestehen werden&ldquo;</p>
<p>Leider hat Heuss ein eher schwaches Gedicht eingereicht, der Text von Johannes Becher h&auml;tte eher die ben&ouml;tigte Qualit&auml;t gehabt, so wurde also nach dem Prinzip des kleineren &Uuml;bels verfahren und w&auml;hrend viele Schreibtischt&auml;ter des Dritten Reiches wieder in Amt und W&uuml;rden kamen , kam auch Hoffmanns Lied wieder an seinen Platz, ohne feierliche Proklamation, darauf verzichtete Theodor Heuss, und um zwei Strophen gek&uuml;rzt.</p>
<p>Offiziell geh&ouml;rt die erste wie die zweite Strophe zur Hymne, sie sind nicht verboten, sie werden aber auch nicht gesungen. So ist unsere Hymne ein Spiegelbild unseres Landes: Offiziell sind wir demokratisch, aufgekl&auml;rt und gastfreundlich ,unsere &bdquo;Deutschland &uuml;ber alles&ldquo; &ndash; Vergangenheit wird nicht mehr aufgef&uuml;hrt.</p>
<p>Manchmal m&ouml;chte man schon selber, wie Hoffmann damals schrieb, mit dem Kn&uuml;ppel aus dem Sack, das ganze amerikanische Gedudel im Radio in die M&uuml;lltonne kloppen und den Musikantenstadel gleich mit. Und drauf hauen auf die neuen Philister und ganz besonders auf die &bdquo;Teutschen&ldquo;, die der Vergangenheit huldigen und den Fortschritt nicht wagen wollen in ein freies Europa. Manches was Hoffmann damals schrieb, pa&szlig;t noch immer wie die Faust aufs Auge, anderes was man heute noch singt, war schon zu seinen Lebzeiten v&ouml;llig veraltet.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/brief-von-theodor-heuss-an-adenauer/">Brief von Theodor Heuss an Adenauer</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auferstanden aus Ruinen</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/auferstanden-aus-ruinen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Nov 1949 12:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutschlandlied]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Vaterland]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.narrenparlament.de/auferstanden-aus-ruinen/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt Laß uns dir zum Guten dienen Deutschland, einig Vaterland Alte Not gilt es zu zwingen und wir zwingen sie vereint Denn es muß uns doch gelingen daß die Sonne schön wie nie über Deutschland scheint. Glück und Friede sei beschieden Deutschland, unserem Vaterland Alle Welt sehnt sich nach ... <a title="Auferstanden aus Ruinen" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/auferstanden-aus-ruinen/" aria-label="Mehr Informationen über Auferstanden aus Ruinen"> =&#62;</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/auferstanden-aus-ruinen/">Auferstanden aus Ruinen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auferstanden aus Ruinen<br>
und der Zukunft zugewandt<br>
La&szlig; uns dir zum Guten dienen<br>
Deutschland, einig Vaterland<br>
Alte Not gilt es zu zwingen<br>
und wir zwingen sie vereint<br>
Denn es mu&szlig; uns doch gelingen<br>
da&szlig; die Sonne sch&ouml;n wie nie<br>
&uuml;ber Deutschland scheint.</p>
<p>Gl&uuml;ck und Friede sei beschieden<br>
Deutschland, unserem Vaterland<br>
Alle Welt sehnt sich nach Frieden<br>
Reicht den V&ouml;lkern eure Hand<br>
Wenn wir br&uuml;derlich uns einen<br>
schlagen wir des Volkes Feind<br>
La&szlig;t das Licht des Friedens scheinen<br>
da&szlig; nie eine Mutter mehr<br>
ihren Sohn beweint</p>
<p>La&szlig;t uns pfl&uuml;gen, la&szlig;t uns bauen<br>
lernt und schafft wie nie zuvor<br>
und der eigenen Kraft vertrauend<br>
steigt ein frei Geschlecht empor<br>
Deutsche Jugend, bestes Streben<br>
unseres Volks in dir vereint<br>
Wirst du Deutschlands neues Leben<br>
und die Sonne sch&ouml;n wie nie<br>
&uuml;ber Deutschland scheint.</p>
<p><em>Text:&nbsp;Johannes R. Becher Musik:&nbsp;Hanns Eisler &ndash; erstmals gedruckt am 6. November 1949<br>
Nationalhymne der DDR ( Deutsche Demokratische Republik)<br>
</em></p>
<p>Johannes Becher hat hier einen Text geschrieben, der die S&auml;tze &auml;lterer Hymnen geschickt einbaut, ihnen aber das Bedrohliche dem Ausland gegen&uuml;ber nimmt. Aus &bdquo;Deutschlands Feind&ldquo; (wie es in vielen&nbsp;kriegerischen Deutschlandliedern hei&szlig;t) &nbsp;wird der &bdquo;V&ouml;lker Feind&ldquo;, und das sind nicht die kleinen Leute , aus welchem Land auch immer, die auch nur auf den Schlachtfelder ihr Leben lassen m&uuml;ssen, sondern die Ausbeuter aller Herren L&auml;nder.</p>
<p>Man mag zu Hymnen stehen wie man will, aber wenn man bei der Wiedervereinigung 1989 schon eine von den beiden existierenden Hynmen&nbsp;nehmen mu&szlig;te, dann scheint mir die von Becher die Geeignetere gewesen zu sein. Zusammen mit der Hymne Bertolt Brechts &bdquo;Anmut sparet nicht noch M&uuml;he&ldquo; wird dabei deutlich, da&szlig; der Einheitsgedanke durchaus auch Bestandteil der Auffassung der DDR war, dazu gab es den Vorschlag Stalins f&uuml;r ein einiges, neutrales Deutschland, aber da betrieb Adenauer schon die Wiederbewaffnung und die Einbindung in die NATO.</p>
<p>Auch in Bechers Lied wird die Tradition zitiert, man will aber deutlich einen Neubeginn . Die Variante im Westen beruft sich deutlich auf die Tradition B&uuml;rgerliche &ndash;nationalistische-Revolution &ndash; Kaiserreich &ndash; Langemarckschlacht &ndash; Weimarer Republik &ndash; Nationalsozialismus. Von einem Neubeginn ist keine Rede, lediglich zwei Strophen werden weggelassen. Das k&ouml;nnte man auch als einen &bdquo;Mi&szlig;brauch&ldquo;&nbsp;des Deutschlandliedes bezeichnen.<br>
Von etwa 1972 bis 1990 wurde der Text offiziell nicht gesungen &ndash; das St&uuml;ck nur instrumental aufgef&uuml;hrt.<br>
(<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Auferstanden_aus_Ruinen" target="_blank" rel="noopener">Wikipedia</a>)</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/auferstanden-aus-ruinen/">Auferstanden aus Ruinen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>100 Jahre Deutschlandlied</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/100-jahre-deutschlandlied/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Aug 1941 09:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.narrenparlament.de/100-jahre-deutschland-ueber-alles-ii/</guid>

					<description><![CDATA[<p>100 Jahre Deutschlandlied: Artikel von 1941 über Hoffmann von Fallersleben auf Helgoland und die Entstehung der Nationalhymne. Mitten im 2. Weltkrieg: So, der Besuch aus Hannover hatte sich eben verabschiedet, und der Bewohner dieses kleinen Giebelstübchens hoch oben an der Kante des Oberlandes von Helgoland machte es sich nun wieder bequem in dem alten Lehnstuhl, ... <a title="100 Jahre Deutschlandlied" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/100-jahre-deutschlandlied/" aria-label="Mehr Informationen über 100 Jahre Deutschlandlied"> =&#62;</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/100-jahre-deutschlandlied/">100 Jahre Deutschlandlied</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>100 Jahre Deutschlandlied: Artikel von 1941 &uuml;ber Hoffmann von Fallersleben auf Helgoland und die Entstehung der Nationalhymne. Mitten im 2. Weltkrieg:</p>
<p>So, der Besuch aus Hannover hatte sich eben verabschiedet, und der Bewohner dieses kleinen Giebelst&uuml;bchens hoch oben an der Kante des Oberlandes von Helgoland machte es sich nun wieder bequem in dem alten Lehnstuhl, der wie immer in der Ecke des Mansardenzimmers stand. Hier sa&szlig; er doch am liebsten, der Dichter aus dem Niedersachsenlande. War hier im Raum auch alles einfach, ja fast d&uuml;rftig, so gab es doch etwas, was manches stolze Logierhaus nicht aufzuweisen hatte: Drei Fenster, durch die man eine herrliche Aussicht genoss nicht nur auf das Meer mit seiner ewigen Brandung, sondern auch auf die roten Klippen und Felsen, wie M&ouml;nch, Nonne, Hengst u.a.</p>
<p>Hier oben wohnt die Freiheit, hier durfte er dichten, wie es ihm ums Herz war, und keine tadelnde Strafma&szlig;nahme einer engherzigen Beh&ouml;rde, die den einstigen Universit&auml;tsprofessor ums Amt gebracht hatte, w&uuml;rde ihn jetzt daran hindern k&ouml;nnen. [sachlicher Fehler: Hoffmann war noch im Amt&hellip;]</p>
<p>Hier sa&szlig; er mit der Sehnsucht im Herzen und blickte auf das wogende Meer, in dessen nebliger Ferne er das land wu&szlig;te, dem immer seine ganze Liebe geh&ouml;rte. Fern der Heimat, auf fremden Boden, hatte er ja erst &ndash; wie so mancher andere &ndash; den wahren Sinn dieser Liebe verstanden. Sogar in dem sonnigen Italien hatte ihn die Sehnsucht gepackt, der er dann in der ewigen Stadt Ausdruck verliehen:&nbsp;&bdquo;Ist ein Land, es hei&szlig;t Italia, bl&uuml;hn die Orangen und Zitronen; singe, sprach die R&ouml;merin und ich sang zum Norden hin: Nur in Deutschland usw.&ldquo;</p>
<p>Eben hatte der Dichter die Fenster weit ge&ouml;ffnet und tief die herrliche Luft eingesogen, die sich wie Balsam auf die Lungen legt, da h&ouml;rt er ein Rauschen heraufdringen, das ihm fremd schien und sich vom gew&ouml;hnlichen Meeresrauschen wesentlich unterschied. Er lehnte sich nun etwas weiter zum Fenster hinaus und erkennt jetzt die gro&szlig;e Flagge Old &ndash; Englands hoch am Flaggenmaste des Gouvernementsgeb&auml;udes. Da ballte sich seine gro&szlig;e Hand zur Faust:</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 60px;">&bdquo;Was hat denn eigentlich England auf dieser urdeutschen Insel zu suchen, und fern, ach so fern liegt mein Deutschland, getrennt in zahllose kleine und gr&ouml;&szlig;ere Staaten und ohnm&auml;chtig gegen solche Willk&uuml;r. Wann kommt die Stunde, in der Deutschlands St&auml;mme sich &ndash; br&uuml;derlich geeint &ndash; gegen solche Vergewaltigung zur Wehr setzen und jeden fremden Eindringling zur&uuml;ck &ndash; und ins Meer treiben ?&ldquo; [So stellt man sich das vor &ndash; damals wie heute &ndash; das Zitat ist meines Wissens erstunken und erlogen !]<br>
Nun war das rechte Wort gefunden und der Dichter wu&szlig;te, was er zu schreiben hatte. Er setzt sich nieder, benutzt die altfr&auml;nkische Kommode als Tisch und schrieb. Und die Gedanken kamen, wie von dem heftigen Nordwest drau&szlig;en hereingetrieben, hintereinander wie sie Meer und Brandung ihm hier auf der Kante eingeben. Als er fertig war, sind es drei nicht sehr gro&szlig;e, aber inhaltsreiche Verse geworden, unter der &Uuml;berschrift: &bdquo;Das Lied der Deutschen&ldquo; und darunter stand: Hoffmann von Fallersleben. &ndash; &bdquo;So, nun mag Campe kommen, das Deutschlandlied liegt bereit.&ldquo; Das war am 26. August des Jahres 1841.</p>
<p>Drei Tage sp&auml;ter traf der Verleger aus Hamburg auf der Insel ein, und von diesem Tage berichtet Hoffmann in seinen Aufzeichnungen wie folgt:</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 60px;">&bdquo;Das Wetter war sch&ouml;n geworden, und wir machten gleich nach der Landung einen netten Spaziergang am Strande, in dessen Verlauf ich auch bemerkte: Ich habe ein Lied gemacht, das kostet aber 4 Louisdor!&ldquo; &bdquo;Dann gehen wir zu Andersen&ldquo;, war die kurze Antwort. Andersen war der alte Wirt einer kleinen Weinkneipe &bdquo;Zur sch&ouml;nen Aussicht&ldquo;, die sich dazumal auf dem Platze befand, auf dem heute das Finanzamt steht, und wir gingen ins &bdquo;Erholungszimmer&ldquo;, wo ich bei einer Flasche Rheinwein Campe mein Lied vorlas. Ich hatte aber noch nicht fertig gelesen, da legte er mir schon die 4 Louisdor auf den Tisch, kn&uuml;pfte aber die Bedingung daran, da&szlig; ich eine leichtfassliche, m&ouml;glichst schon gel&auml;ufige Singweise dazu f&auml;nde.<br>
Wir probten nun gemeinsam auf dem kleinen Spinett Andersens und einigten uns schlie&szlig;lich auf die Weise des Liedes &bdquo;Gott erhalte Franz den Kaiser&ldquo;, die bekanntlich aus einem kirchlichen Satz von Haydn stammt. Campe steckte eine Abschrift sofort ein und bringt mir am 4. September das Lied mit der Haydnschen Musik in Noten und zugleich mein Bildnis, gezeichnet von Bill.&ldquo;<br>
Ein Jahr danach wurde Hoffmann von Fallersleben ohne Proze&szlig; und ohne Pension endg&uuml;ltig aus seiner Breslauer Professur entlassen. Er hatte sich bei der preu&szlig;ischen Regierung missliebig wegen seiner &bdquo;Unpolitischen Lieder&ldquo; gemacht. Sein Deutschlandlied aber erobert sich die Welt, soweit die deutsche Zunge klingt, wie kein anderes je zuvor.</p>
<p>Nike Janssen , G&ouml;ttinger Allgemeine, 26. August 1941</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/100-jahre-deutschlandlied/">100 Jahre Deutschlandlied</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>100 Jahre Deutschland über alles</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/100-jahre-deutschland-ueber-alles/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Aug 1941 08:39:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.narrenparlament.de/100-jahre-deutschland-ueber-alles/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wer Helgoland liebt, den frischen Seewind, den Herbststurm, der die Wogen der Nordsee donnernd gegen die roten Felsen wirft, die unvergesslich schönen Sonnenuntergänge, der wandert auch Tag für tag unten am Strand zum hochragenden Karl-Peters-Denkmal und dann hinüber zum Ehrenmal von Hoffmann von Fallersleben. Auf schlichtem Sockel, der mächtige Kopf, umrahmt vom vollen Jahr seiner ... <a title="100 Jahre Deutschland über alles" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/100-jahre-deutschland-ueber-alles/" aria-label="Mehr Informationen über 100 Jahre Deutschland über alles"> =&#62;</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/100-jahre-deutschland-ueber-alles/">100 Jahre Deutschland über alles</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Helgoland liebt, den frischen Seewind, den Herbststurm, der die Wogen der Nordsee donnernd gegen die roten Felsen wirft, die unvergesslich sch&ouml;nen Sonnenunterg&auml;nge, der wandert auch Tag f&uuml;r tag unten am Strand zum hochragenden Karl-Peters-Denkmal und dann hin&uuml;ber zum Ehrenmal von Hoffmann von Fallersleben. Auf schlichtem Sockel, der m&auml;chtige Kopf, umrahmt vom vollen Jahr seiner Altersjahre, von gr&uuml;ner Patina geschm&uuml;ckt. Man h&auml;tte ihn darstellen sollen, wie er auf Helgoland einstmals umherging, wie er als vierzigj&auml;hriger durch Deutschland kreuz und quer zog, als Liebling der besten Deutschen gefeiert, mit der leichten M&uuml;tze auf dem Kopf, mit den scharfgeschnittenen Z&uuml;gen und mit dem Wanderstab in der Hand.</p>
<p>1840 ist er zum ersten Male auf der Felseninsel in der Nordsee. Im ausgehenden Sommer 1841 kehrt er wieder und bleibt vom 11. August bis 5. September auf Helgoland. Schon am ersten Abend finden sich hannoversche Freunde im Konversationshause um ihn zusammen.Am 21. August kommen weitere hannoversche Landsleute vom Festland her&uuml;ber und am n&auml;chsten Tag ist ein gro&szlig;es landsm&auml;nnisches Mittagessen in Konversationshause und danach macht man bei wundersch&ouml;nem Wetter eine Umfahrt um Helgoland.</p>
<p>Die Herzlichkeit seiner Landsleute dr&uuml;ben vom Festland aus dem Land der freien Marschen, dem Lande Hadeln, hat ihn tief gepackt. &ndash; W i r s t e h e n d i c h t v o r d e r E n t s t e h u n g d e r d e u t s c h e n N a t i o n a l h y m n e. Es haben sich Legenden um den Ort und Entstehung seines Liedes gebildet. Heimweh packt ihn nach dem pr&auml;chtigen, ehrlichen blonden Riesen von dr&uuml;ben aus dem K&uuml;stenland., Heimweh nach Deutschland. U<span style="text-align: justify;line-height: 1.5">nd so schreibt er:</span></p>
<p style="text-align: justify;padding-left: 90px">&bdquo;Am 23. August kehrten die meisten Hannoveraner heim. Da Wetter war sch&ouml;n, sch&ouml;ner noch die Erinnerung an diese lieben Leute aus dem Lande Hadeln in ihrem schlichten, treuherzigen Wesen, die mir so herzliche Teilnahme bewiesen hatten. Den ersten Augenblick schien mir Helgoland wie ausgestorben, ich f&uuml;hlte mich sehr verwaist. [Den n&auml;chsten verschweigt der Autor &ndash; der passt wohl nicht ins m&uuml;hsam aufgebaute Bild: &bdquo;Und doch tat mir bald die Einsamkeit recht wohl: ich freute mich, da&szlig; ich nach den unruhigen Tagen wieder einmal auch mir geh&ouml;ren durfte.&ldquo;)<br>
Den ersten Augenblick schien mir Helgoland wie ausgestorben, ich f &uuml; h l t e m i c h s e h r v e r w a i s t. Wenn ich dann so wandelte einsam auf der Klippe, nichts als Meer und Himmel um mich sah, da ward mir so eigen zu Mute, ich mu&szlig;te dichten, und wenn ich auch nicht gewollt h&auml;tte. So entsatnd am 26. August 1841 das Lied: &bdquo;Deutschland, Deutschland &uuml;ber alles&ldquo;</p>
<p style="text-align: justify">Und er legt alles in dieses neue Gedicht hinein, was er an seinen Hadeler Freunden edel und liebenswert gefunden und was seine kampfesfrohe und kraftstrotzende Niedersachsenart und sein sehnendes deutsches Herz bewegt: Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang und die h&ouml;chsten G&uuml;ter, die er dem Deutschen w&uuml;nscht: Einigkeit und Recht und Freiheit &ndash; denn die sind des Gl&uuml;ckes Unterpfand. &bdquo;B l &uuml; h&lsquo; i m G l a n z e d i e s e s G l &uuml; c k e s, b l &uuml; h e d e u t s c h e s V a t e r l a n d.&ldquo; &ndash; Das ist kein leicht vergessener Singsang und Klingklang, das ist das Beste, was ein geborener Dichter geben konnte. Deshalb hat es alle Wellenbewegungen der Zeit &uuml;berdauert und tr&auml;gt jetzt den einmaligen Namen: &bdquo;Da s D e u t s c h l a n d l i e d&ldquo;.</p>
<p style="text-align: justify">
</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/100-jahre-deutschland-ueber-alles/">100 Jahre Deutschland über alles</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ehrungen in der Zeit des Nationalsozialismus</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/ehrungen-nationalsozialismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Feb 1934 18:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.narrenparlament.de/ehrungen-fuer-hoffmann-von-fallersleben-in-der-zeit-des-nationalsozialismus/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Während der nationalsozialistischen Diktatur wird nicht nur die Nationalhymne weiter gesungen, wenn auch nur die erste Strophe mit "Deutschland Deutschland über alles", das den neuen Machthabern so gut zu "Denn heute (ge)hört uns Deutschland und morgen die ganze Welt" und "Die Fahne hoch die Reihen fest geschlossen" passt: auch Hoffmann von Fallersleben und sein Andenken werden staatstragend. Hoffmanns Geburtshaus geht in den Besitz der Stadt Fallersleben über. Ein Zufall wird der Zeitpunkt, ein Jahr nachdem die Nationalsozialisten an die Macht kommen, sicher nicht gewesen sein.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/ehrungen-nationalsozialismus/">Ehrungen in der Zeit des Nationalsozialismus</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">W&auml;hrend der nationalsozialistischen Diktatur wird nicht nur die Nationalhymne weiter gesungen, wenn auch nur die erste Strophe mit &bdquo;Deutschland Deutschland &uuml;ber alles&ldquo;, das den neuen Machthabern so gut zu &bdquo;Denn heute (ge)h&ouml;rt uns Deutschland und morgen die ganze Welt&ldquo; und &bdquo;Die Fahne hoch die Reihen fest geschlossen&ldquo; passt: auch Hoffmann von Fallersleben und sein Andenken werden staatstragend.</p>
<h4 align="justify">1934</h4>
<p align="justify">Hoffmanns Geburtshaus geht in den Besitz der Stadt Fallersleben &uuml;ber. Ein Zufall wird der Zeitpunkt, ein Jahr nachdem die Nationalsozialisten an die Macht kommen, sicher nicht gewesen sein. Die Regierung gab 35.000 RM, weitere Gelder kamen von der Stadt, der Provinz, dem Kreis Gifhorn, der Klosterkammer Hannover und aus einem ministeriellen Denkmals- und Museumsfond. Das Geb&auml;ude wurde gr&uuml;ndlich renoviert und eine Gedenktafel angebracht: &bdquo;Sein Ruhm ist unverg&auml;nglich&ldquo; steht darauf.</p>
<h4 align="justify">26.8.1936,&nbsp;<strong>Fallersleben</strong></h4>
<p align="justify">Zum 95. Jahrestag des &bdquo;Deutschlandliedes&ldquo; wird das Geburtshaus von Hoffmann von Fallersleben eingeweiht und zum Hoffmann &ndash; Museum. Eine ganze Woche feiert Fallersleben seinen Hoffmann. Die &bdquo;Hamburger Liedertafel von 1823&ldquo; schenkt dem Museum ein Bild von Streit&rsquo;s Hotel in Hamburg, wo 1841 die Vorfahren eben dieser S&auml;nger von 1936 erstmals das &bdquo;Lied der Deutschen&ldquo; aufgef&uuml;hrt hatten.</p>
<h4 align="justify">20. 8. 1941,&nbsp;<strong>Vorsfelde</strong></h4>
<p align="justify">Hoffmann hat Ende der 1860er Jahre des &ouml;fteren seinen Freund Kaufmann Grete in Vorsfelde besucht. Er soll auch kurze Zeit bei ihm gewohnt haben, nachdem er aus Preu&szlig;en ausgewiesen worden war. Aus diesem Anla&szlig; wurde am 20. August 1941 an dem Grundst&uuml;ck Stoppelhaar (fr&uuml;her Grete) Vorsfelde, Lange Stra&szlig;e 36, eine Gedenktafel angebracht</p>
<h4 align="justify">24.6.1941 (oder kurz danach),&nbsp;<strong>Neuwied</strong></h4>
<p align="justify">Auf Veranlassung der Stadtverwaltung wird an der evangelischen Kleinkinderschule am Luisenplatz (Langendorfer Stra&szlig;e 105), wo Hoffmann von 1851- 52 wohnte, eine Gedenktafel angebracht.</p>
<h4 align="justify">25. August 1941,&nbsp;<strong>Braunschweig</strong></h4>
<p align="justify">Die &bdquo;Johann &ndash; Albrecht &ndash; Oberrealschule&ldquo; f&uuml;r Jungen &bdquo;Hinter den Br&uuml;dern&ldquo; wird in &bdquo;Hoffmann von Fallersleben &ndash; Schule&ldquo; umbenannt. Das Geb&auml;ude wird im Krieg zerst&ouml;rt. Ebenfalls im Krieg zerst&ouml;rt wird das Fachwerkhaus, An der St. Katharinenkirche Nr.5, Braunschweig, dort wird ebenfalls am 25. August 1941 eine Gedenktafel angebracht. Hoffmann wohnte dort w&auml;hrend seiner Schulzeit in Braunschweig von 1814 &ndash; 1816. In das Holz eines Balkens des Obergeschosses wird eingeschnitten: &bdquo;Einigkeit und Recht und Freiheit.&ldquo;</p>
<h4 align="justify"></h4>
<h4 align="justify">26. 8. 1941,&nbsp;<strong>Hannover-Bothfeld</strong></h4>
<p align="justify">An der S&uuml;dseite der Bothfelder Kirche wurden am 26.8.1941 zur Einhundertjahrfeier des Deutschlandliedes vier Eichen gepflanzt. Unter diesen befindet sich seitdem ein Gedenkstein&hellip;</p>
<h4>26. 8. 1941, Neustadt an der Weinstra&szlig;e</h4>
<p>Am Strohmarkt in Neustadt an der Weinstra&szlig;e wurde eine zwei Meter hohe Gedenktafel f&uuml;r Hoffmann enth&uuml;llt. Sie stellt eine Lyra mit einem Schwert dar, von Weinlaub und Trauben umkr&auml;nzt &ndash; dazu die zweite Strophe des Deutschlandliedes.</p>
<p align="justify"><em>(Quelle: Andr&eacute;e, H&ouml;xter)</em></p>
<h4 align="justify">Zwei Zeitungsartikel vom 26. August 1941:</h4>
<ul>
<li><a class="post_title w4pl_post_title" title="View 100 Jahre Deutschland &uuml;ber alles" href="http://www.von-fallersleben.de/nationalhymne/100-jahre-deutschland-ueber-alles/">100 Jahre Deutschland &uuml;ber alles</a></li>
<li><a class="post_title w4pl_post_title" title="View 100 Jahre Deutschlandlied" href="http://www.von-fallersleben.de/nationalhymne/100-jahre-deutschlandlied/">100 Jahre Deutschlandlied</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/ehrungen-nationalsozialismus/">Ehrungen in der Zeit des Nationalsozialismus</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wir haben das Recht, Deutschland zu hassen</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/wir-haben-das-recht-deutschland-zu-hassen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 1929 07:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare und Kritik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.narrenparlament.de/wir-haben-das-recht-deutschland-zu-hassen/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Aus Scherz hat dieses Buch den Titel ‚Deutschland, Deutschland über alles’ bekommen, jenen törichten Vers eines großmäuligen Gedichts. Nein, Deutschland steht nicht über allem und ist nicht über allem niemals. Aber mit allen soll es sein, unser Land. Und hier stehe das Bekenntnis, in das dieses Buch münden soll:  Ja, wir lieben dieses Land. Und ... <a title="Wir haben das Recht, Deutschland zu hassen" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/wir-haben-das-recht-deutschland-zu-hassen/" aria-label="Mehr Informationen über Wir haben das Recht, Deutschland zu hassen"> =&#62;</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/wir-haben-das-recht-deutschland-zu-hassen/">Wir haben das Recht, Deutschland zu hassen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aus Scherz hat dieses Buch den Titel &sbquo;Deutschland, Deutschland &uuml;ber alles&rsquo; bekommen, jenen t&ouml;richten Vers eines gro&szlig;m&auml;uligen Gedichts. Nein, Deutschland steht nicht &uuml;ber allem und ist nicht &uuml;ber allem niemals. Aber mit allen soll es sein, unser Land. Und hier stehe das Bekenntnis, in das dieses Buch m&uuml;nden soll:&nbsp; Ja, wir lieben dieses Land.</p>
<p>Und nun will ich euch mal etwas sagen: Es ist ja nicht wahr, da&szlig; jene, die sich &raquo;national&laquo; nennen und nichts sind als b&uuml;rgerlich-militaristisch, dieses Land und seine Sprache f&uuml;r sich gepachtet haben. Weder der Regierungsvertreter im Gehrock, noch der Oberstudienrat, noch die Herren und Damen des Stahlhelms allein sind Deutschland. Wir sind auch noch da.</p>
<p>Sie rei&szlig;en den Mund auf und rufen. &bdquo;Im Namen Deutschlands &hellip; !&ldquo; Sie rufen: &bdquo;Wir lieben dieses Land, nur wir lieben es.&ldquo; Es ist nicht wahr.</p>
<p>Im Patriotismus lassen wir uns von jedem &uuml;bertreffen &ndash; wir f&uuml;hlen international. In der Heimatliebe von niemand &ndash; nicht einmal von jenen, auf deren Namen das Land grundbuchlich eingetragen ist. Unser ist es.</p>
<p>Und so widerw&auml;rtig mir jene sind, die &ndash; umgekehrte Nationalisten &ndash; nun &uuml;berhaupt nichts mehr Gutes an diesem Lande lassen, kein gutes Haar, keinen Wald, keinen Himmel, keine Welle &ndash; so scharf verwahren wir uns dagegen, nun etwa ins Vaterl&auml;ndische umzufallen. Wir pfeifen auf die Fahnen &ndash; aber wir lieben dieses Land. Und so wie die nationalen Verb&auml;nde &uuml;ber die Wege trommeln &ndash; mit dem gleichen Recht, mit genau demselben Recht nehmen wir, wir, die wir hier geboren sind, wir, die wir besser Deutsch schreiben und sprechen als die Mehrzahl der nationalen Esel &ndash; mit genau demselben Recht nehmen wir Flu&szlig; und Wald in Beschlag, Strand und Haus, Lichtung und Wiese: es ist unser Land.</p>
<p>Wir haben das Recht, Deutschland zu hassen &ndash; weil wir es lieben. Man hat uns zu ber&uuml;cksichtigen, wenn man von Deutschland spricht, uns: Kommunisten, junge Sozialisten, Pazifisten, Freiheits-liebende aller Grade; man hat uns mitzudenken, wenn &raquo;Deutschland&laquo; gedacht wird &hellip; wie einfach, so zu tun, als bestehe Deutschland nur aus den nationalen Verb&auml;nden.</p>
<p>Deutschland ist ein gespaltenes Land. Ein Teil von ihm sind wir. Und in allen Gegens&auml;tzen steht &ndash; unersch&uuml;tterlich, ohne Fahne, ohne Leierkasten, ohne Sentimen-talit&auml;t und ohne gez&uuml;cktes Schwert &ndash; die stille Liebe zu unserer Heimat.</p>
<p class="notes" align="justify">Kurt Tucholsky, 1929 , in &ldquo; Deutschland Deutschland &uuml;ber alles &bdquo;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/wir-haben-das-recht-deutschland-zu-hassen/">Wir haben das Recht, Deutschland zu hassen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Deutschlandlied wird Nationalhymne</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/deutschlandlied-wird-nationalhymne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Aug 1922 07:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Vaterland]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.narrenparlament.de/deutschlandlied-wird-nationalhymne/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Kampf für die deutsche Einheit war in der Zeit vor der Revolution 1848 /1849 dem sogenannten Vormärz, untrennbar verbunden mit dem Kampf für Bürger- und Menschenrechte. Mehr als 10 Jahre hat Hoffmann in diesem Kampf eine wichtige Rolle gespielt, seine Gedichte haben wesentlich den Gang der Ereignisse mit beeinflußt. Die Zeilen des Deutschlandliedes &#8222;von ... <a title="Deutschlandlied wird Nationalhymne" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/deutschlandlied-wird-nationalhymne/" aria-label="Mehr Informationen über Deutschlandlied wird Nationalhymne"> =&#62;</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/deutschlandlied-wird-nationalhymne/">Deutschlandlied wird Nationalhymne</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kampf f&uuml;r die deutsche Einheit war in der Zeit vor der Revolution 1848 /1849 dem sogenannten Vorm&auml;rz, untrennbar verbunden mit dem Kampf f&uuml;r B&uuml;rger- und Menschenrechte. Mehr als 10 Jahre hat Hoffmann in diesem Kampf eine wichtige Rolle gespielt, seine Gedichte haben wesentlich den Gang der Ereignisse mit beeinflu&szlig;t. Die Zeilen des Deutschlandliedes &bdquo;von der Maas bis an die Memel, von der etsch bis an den Belt&ldquo; waren 1841 nicht anma&szlig;end und im Sinne von Eroberern gemeint und wurden auch nicht so verstanden, aber als der sozialdemokratische Reichspr&auml;sident Friedrich Ebert das lied am 11. August 1922, dem Jahrestag der Verfassung, mit allen drei Strophen zur Nationalhymne erkl&auml;rte war die Lage v&ouml;llig anders.</p>
<p>1920 w&auml;hrend des Kapp &ndash; Putsches sang es die rechtsradikale Brigade Erhardt, die mit Einverst&auml;ndnis der Sozialdemokratie die f&uuml;r die Republik streikenden Arbeiter an Rhein und Ruhr niedermetzeln half. Jetzt &ndash; kurz nach dem ersten Weltkrieg . mu&szlig;te man die Gebietsnennungen im Text ohne weiteres als Gebietsanspr&uuml;che verstehen, im Sinne von &bdquo;Wir holen uns das geraubte Land zur&uuml;ck&ldquo;, und genau das haben Adolf Hitler und die NSDAP zehn Jahre sp&auml;ter getan.</p>
<p>Allerdings stellte Ebert in seiner Rede vor allem die dritte Strophe in den Vordergrund:</p>
<p style="padding-left: 30px">&bdquo;Vor drei Jahren, am 11. August, hat sich das deutsche Volk seine Verfassung gegeben, das Fundament seiner Zukunft. Diesen Tag wollen wir, trotz aller Not der Gegenwart, mit Freude und Hoffnung begehen. An ihm wollen wir unsere Liebe zum Vaterlande bekunden, Deutschland soll nicht zugrunde gehen ! Das ist unser Schwur solange wir atmen und arbeiten k&ouml;nnen.</p>
<p style="padding-left: 30px">Wir wollen keinen B&uuml;rgerkrieg, keine Trennung der St&auml;mme. Wir wollen Recht. Die Verfassung hat uns nach schweren K&auml;mpfen Recht gegeben. Wir wollen Frieden. Recht soll vor Gewalt gehen. Wir wollen freiheit. Recht soll uns Freiheit bringen. Wir wollen Einigkeit. Recht soll uns einig zusammenhalten. Es soll die Verfassung uns Einigkeit, Recht und Freiheit gew&auml;hrleisten.</p>
<p style="padding-left: 30px">Einigkeit und Recht und Freiheit ! Dieser Dreiklang aus dem Liede des Dichters gab in Zeiten innerer Zersplitterung und Unterdr&uuml;ckung der Sehnsucht aller Deutschen Ausdruck, er soll auch jetzt unseren harten Weg zu einer besseren Zukunft begleiten. Sein Lied, gesungen gegen Zwietracht und Willk&uuml;r, soll nicht Mi&szlig;brauch finden in Parteikampf; es soll nicht der Kampfgesang derer werden, gegen die es gerichtet war.; es soll auch nicht dienen als Ausdruck nationalistischer &Uuml;berhebung.</p>
<p style="padding-left: 30px">Aber so wie einst der Dichter, so lieben wir heute &bdquo;Deutschland &uuml;ber alles&ldquo;. In Erf&uuml;llung seiner Sehnsucht soll unter den schwarzrotgoldenen Fahnen der Sang von Einigkeit und Recht und Freiheit der festliche Ausdruck unserer vaterl&auml;ndischen Gef&uuml;hle sein.</p>
<p style="padding-left: 30px">Auf viele Jahre noch werden f&uuml;r uns alle Festtage des Staates zugleich Tage gemeinsamer Sorge sein. Unter den furchtbaren wirtschaftlichen Folgen der letzten Ereignisse leiden nicht nur unz&auml;hlige Volksgenossen. Deutsches Wissen und Deutsches K&ouml;nnen, die Quellen unserer besten Kraft, sind schwer bedroht. Die Reichsregierung hat mir den Betrag von drei Millionen Mark aus den Mitteln zur Verf&uuml;gung gestellt, die der Reichstag zum Schutze der republik bewilligt hat. Zur Hebung der Volksgesundheit durch Spiele im Freien wird eine weitere Million bereitgestellt. Aus der Geringf&uuml;gigkeit dieser Summen spricht die Not unseres Landes.</p>
<p style="padding-left: 30px">Schwere St&uuml;rme sind &uuml;ber die junge Republik in den letzten Wochen dahingegangen. Unsere Einigkeit, unser Recht, unsere Freiheit wurden bedroht. Sie werden noch weiter bedroht sein. Wir wollen nicht verzagen. In der Not des Tages wollen wir uns freudig der Ideale erinnern, f&uuml;r die wir leben und wirken. Der feste Glaube an Deutschlands Rettung und die Rettung der Welt soll uns nicht verlassen.</p>
<p style="padding-left: 30px">Es lebe die deutsche Republik ! Es lebe das deutsche Vaterland ! Es lebe das deutsche Volk !&ldquo;</p>
<p>Mit Ebert beginnt die eigentliche Uminterpretation von &bdquo;Deutschland &uuml;ber alles&ldquo; als reine &Auml;u&szlig;erung harmloser Vaterlandsliebe, demzufolge ja auch Langemarck als ein Liebesakt gesehen wurde &ndash; alles f&uuml;r die Braut &bdquo;Vaterland.&ldquo;. Das ausgerechnet ein Sozialdemokrat diesen Text zur Hymne erkl&auml;ren w&uuml;rde, der alte Bebel w&uuml;rde sich wohl im Grab umgedreht haben, wenn er es denn erfahren h&auml;tte.</p>
<p>Die SPD der Weimarer Republik sammelte zun&auml;chst Freikorps und &auml;hnliche Gruppierungen und gab ihnen Waffen, lie&szlig; diese S&ouml;ldner dann im Verlaufe der November-Revolution und des Kapp &ndash; Putsches die eigene Basis niedermetzeln und erhob dann die Parole &bdquo;Deutschland &uuml;ber alles&ldquo; zur Hymne &ndash; nach der Geschichte, die der Text bis dahin bereits hatte !</p>
<p>Entweder war dies ein fataler Irrtum, der sich bereits zehn Jahre sp&auml;ter als solcher heraus stellen sollte, oder es war der Versuch, die rechten Gegner der Republik unter dieser Parole zu sammeln und gleichzeitig &ndash; mit Verweis auf die fortschrittlichen Ideen Hoffmanns &ndash; der linken Basis der eigenen Partei die Hymne als einen Text zu verkaufen, der diese fortschrittlichen Ideen auch transportiert.</p>
<p>So sollte Einigkeit hergestellt werden. Nur hatte Ebert gro&szlig;e Teile seiner Basis gerade der Reichswehr und den Freikorps &uuml;berlassen, die Linke war entscheidend geschw&auml;cht &ndash; das Ende der Republik hatte schon begonnen. Die&nbsp;furchtbare Zeit von &bdquo;Deutschland, Deutschland &uuml;ber alles&ldquo; sollte noch kommen, sie war auch durch einen Sozialdemokraten vorbereitet worden.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/deutschlandlied-wird-nationalhymne/">Deutschlandlied wird Nationalhymne</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vierte Strophe nach dem ersten Weltkrieg</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/vierte-strophe-nach-dem-ersten-weltkrieg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Feb 1921 07:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutschlandlied]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Parodien + Satiren]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.narrenparlament.de/vierte-strophe-nach-dem-ersten-weltkrieg/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Deutschland, Deutschland über alles, und im Unglück nun erst recht ! Nur im Unglück kann sich zeigen, ob die Liebe stark und echt. Darum soll es weiterklingen von Geschlechte zu Geschlecht; Deutschland, Deutschland über alles, und im Unglück nun erst recht ! Im Jahre 1921 schrieb Albert Matthai aus. Pr. Stargard diese vierte Strophe, die ... <a title="Vierte Strophe nach dem ersten Weltkrieg" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/vierte-strophe-nach-dem-ersten-weltkrieg/" aria-label="Mehr Informationen über Vierte Strophe nach dem ersten Weltkrieg"> =&#62;</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/vierte-strophe-nach-dem-ersten-weltkrieg/">Vierte Strophe nach dem ersten Weltkrieg</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland, Deutschland &uuml;ber alles,<br>
und im Ungl&uuml;ck nun erst recht !<br>
Nur im Ungl&uuml;ck kann sich zeigen,<br>
ob die Liebe stark und echt.<br>
Darum soll es weiterklingen<br>
von Geschlechte zu Geschlecht;<br>
Deutschland, Deutschland &uuml;ber alles,<br>
und im Ungl&uuml;ck nun erst recht !</p>
<p>Im Jahre 1921 schrieb Albert Matthai aus. Pr. Stargard diese vierte Strophe, die bis in die drei&szlig;iger Jahre viel gesungen worden sein soll, vor allem w&auml;hrend der Ruhrbesetzung 1923. Sie fand unter anderem Aufnahme in das &bdquo;Liederbuch der Deutschen Kriegsmarine&ldquo; von 1927.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/vierte-strophe-nach-dem-ersten-weltkrieg/">Vierte Strophe nach dem ersten Weltkrieg</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Von Sedangedenkfeiern bis zur Schlacht bei Langemarck</title>
		<link>https://von-fallersleben.de/von-sedangedenkfeiern-bis-zur-schlacht-bei-langemarck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 1880 12:09:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutschlandlied]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.narrenparlament.de/von-sedangedenkfeiern-bis-zur-schlacht-bei-langemarck/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zwar wurde gegen Beginn des 20. Jahrhunderts Hoffmanns &#8222;Lied der Deutschen&#8220; öfter gesungen, mindestens ebenso häufig erklang aber immer noch &#8222;Die Wacht am Rhein&#8220;: mit den Zeilen: &#8222;Reich, wie an Wasser deine Flut ist Deutschland ja an Heldenblut.&#8220; Und im nationalen Kriegstaumel wurde ebenfalls gesungen: O Deutschland hoch in Ehren du heil’ges Land der Treu ... <a title="Von Sedangedenkfeiern bis zur Schlacht bei Langemarck" class="read-more" href="https://von-fallersleben.de/von-sedangedenkfeiern-bis-zur-schlacht-bei-langemarck/" aria-label="Mehr Informationen über Von Sedangedenkfeiern bis zur Schlacht bei Langemarck"> =&#62;</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/von-sedangedenkfeiern-bis-zur-schlacht-bei-langemarck/">Von Sedangedenkfeiern bis zur Schlacht bei Langemarck</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwar wurde gegen Beginn des 20. Jahrhunderts Hoffmanns &bdquo;Lied der Deutschen&ldquo; &ouml;fter gesungen, mindestens ebenso h&auml;ufig erklang aber immer noch &bdquo;Die Wacht am Rhein&ldquo;: mit den Zeilen:</p>
<p style="padding-left: 40px">&bdquo;Reich, wie an Wasser deine Flut<br>
ist Deutschland ja an Heldenblut.&ldquo;</p>
<p>Und im nationalen Kriegstaumel wurde ebenfalls gesungen:</p>
<p style="padding-left: 40px">O Deutschland hoch in Ehren<br>
du heil&rsquo;ges Land der Treu &hellip;<br>
Haltet aus, haltet aus<br>
lasset hoch das Banner wehn<br>
Zeigt der Welt, zeigt dem Feind<br>
da&szlig; wir treu zusammenstehn!</p>
<p>Dies war das geistige Umfeld, in dem Hoffmanns &bdquo;Deutschland, Deutschland &uuml;ber alles&ldquo; erstmals wirklich popul&auml;r wurde. Und gleichzeitig war es damit das Haupterbe, das Deutschland von den 48ern &uuml;bernommen hatte. Und das ist das eigentlich Traurige daran. Gerstenberg zitiert in seinem Buch &bdquo;Deutschland &uuml;ber alles&ldquo; einen Richard M. Meyer mit den Worten:</p>
<blockquote><p>&bdquo;Deutschland &uuml;ber alles mit seinen m&auml;chtigen Trompetenst&ouml;&szlig;en kann doch kaum jemand h&ouml;ren, ohne einzustimmen; man l&auml;uft mit wie bei den marschierenden Soldaten, man schlie&szlig;t sich an, und unsichtbar marschiert der liederreiche H&uuml;ne mit dem Patriarchenbarte voran.&ldquo;</p></blockquote>
<p>M&uuml;helos zieht Gerstenberg mitten im 1. Weltkrieg eine Linie vom drei&szlig;igj&auml;hrigen Krieg &uuml;ber die Revolution von&nbsp; 1848 bis zur Schlacht von Langemarck.</p>
<blockquote><p>&ldquo; Nach dem Tiefstande, zu dem der drei&szlig;igj&auml;hrige Krieg unser Volk hinabgedr&uuml;ckt hatte, mu&szlig;te es erst eine geistige Wiedergeburt erleben und seine nationalen Kr&auml;fte, die leiblichen, geistigen und sittlichen , sammeln und in harten K&auml;mpfen st&auml;hlen, ehe ihm der Weltkrieg von heute m&ouml;glich war. Was, scheinbar klein, hinter uns liegt, sind notwendige Vorstufen des deutschen Aufstiegs, der sich heute dem Gipfel n&auml;hert. Knospen und Bl&uuml;ten von einst reifen heute zur Frucht. Und der Geist unserer gro&szlig;en Erzieher, unserer Dichter, Denker und Forscher, unserer Staatsm&auml;nner, Heerbildner und Volksm&auml;nner, wirkt ungeschw&auml;cht, ja gesteigert in uns fort. Schiller und Fichte, Arndt und Jahn stehen uns n&auml;her als ihrer Zeit. Scharnhorsts Gedanke der allgemeinen Wehrpflicht ist noch nie so vollst&auml;ndig wie heute durchgef&uuml;hrt.</p>
<p>Der Wille zur Einigkeit, einst Traum der Dichter, ist in den Augusttagen 1914 mit der Unwiderstehlichkeit einer Naturgewalt hereingebrochen. Wesen und Wert des Deutschtums sind heute erkannt wie noch nie. In viel weiterem Umfange und tieferen Sinne empfinden wir heute daher den Inhalt des Liedes &bdquo;Deutschland &uuml;ber alles.&ldquo; Es war im August 1914 das Weihelied der Tausende, die dem deutschen Volke und Vaterlande vor dem Berliner Bismarcksdenkmale fromm huldigten, war der Schlachtgesang unserer todesmutigen Jungmannschaft bei Langemarck.</p>
<p>Durch den heurigen Krieg ist dieses Lied der Deutschen zum vaterl&auml;ndischen Hochgesang unserer Feldgrauen drau&szlig;en und der im B&uuml;rgerkleide heimgebliebenen, ist das gl&auml;ubige Bekenntnis zum Deutschtum geworden. Es geh&ouml;rt zu den unw&auml;gbaren Kr&auml;ften, die heute und immer in unserem Volke wirken, die ihm jene Begeisterung sichern, welche den Sieg &uuml;ber eine Welt von Gegnern verspricht. Daher steht sein S&auml;nger, Hoffmann von Fallersleben, der heutigen Zeit n&auml;her als vergangenen Geschlechtern, die ihn noch unter sich haben wandeln sehen.&ldquo;</p></blockquote>
<p>Weiter hei&szlig;t es in dem Machwerk:</p>
<blockquote><p>&bdquo;Als fast ein halbes Jahrhundert nach seinem Entstehen, im Juni 1890, auf Helgoland endlich die deutsche Flagge aufgezogen wurde, da wurde sie von der Festversammlung mit den brausenden Kl&auml;ngen &bdquo;Deutschland &uuml;ber Alles!&ldquo; begr&uuml;&szlig;t. Und wie oft ist es unter den alten Eichen des Sachsenwaldes angestimmt worden, wenn deutsche M&auml;nner und Frauen aus alles Gauen dem Altreichskanzler ihre Huldigung darbrachten ! Inzwischen ist es auch hoff&auml;hig geworden und vor dem Kaiser an manchem vaterl&auml;ndischen Ehrentage erklungen.</p>
<p>Seine Bluttaufe aber hat es im November des Jahres 1914 erhalten, als der Kriegsbericht der deutschen Heeresleitung stolz verk&uuml;ndete: &bdquo;Westlich Langemarck brachen junge Regimenter unter dem Gesange &bdquo;Deutschland, Deutschland &uuml;ber alles&ldquo; gegen die erste Linie der feindlichen Stellungen vor und nahmen sie.&ldquo; Dabei haben sie &bdquo;Deutsche Frauen&ldquo; und &bdquo;Deutschen Wein&ldquo; durch &bdquo;Deutsche Sitte&ldquo; und &bdquo;Deutschen Mut&ldquo; ersetzt.</p></blockquote>
<p>George Bernard Shaw, irischer Dichter, schrieb einen Monat sp&auml;ter, im Dezember 1914, das Lied sei eine imperialistische Erobererhymne, die wortgetreu aussage, da&szlig; Deutschland sich zum Herrn &uuml;ber alles in der Welt machen werde. Und tats&auml;chlich f&uuml;hrte Deutschland ja einen Eroberungskrieg. Gerstenberg f&uuml;hrt dagegen den schwedischen Gelehrten Gustav f. Steffen an:</p>
<blockquote><p>&bdquo;Beil&auml;ufig bitte ich meinen Freund G. B. Shaw dar&uuml;ber aufkl&auml;ren zu d&uuml;rfen, &hellip;da&szlig; es absolut nichts mehr, aber auch nichts geringeres ist, als der wohl herrlichste Hymnos an die Einigkeit und Treue der deutschen St&auml;mme, Einigkeit untereinander und Treue gegen ihr eigenes Wesen, welcher in dem liederreichsten, sangesfrohesten und sangesand&auml;chtigsten Lande in der ganzen weiten Welt &ndash; Deutschland &ndash; gedichtet worden ist.&ldquo;</p></blockquote>
<p>Zwar, schreibt Gerstenberg weiter, w&uuml;rden andere V&ouml;lker , und zwar nicht nur offene Gegner, den deutschen Selbst&uuml;bersch&auml;tzung und &Uuml;berheblichkeit ,Hochmut und Herrschsucht vorwerfen .Aber nur Lumpen seien bescheiden, und es handele sich in Wirklichkeit um harmlosen Nationalstolz und Vaterlandsliebe, wenn Deutsche stolz darauf seien, da&szlig; sie endlich so t&uuml;chtige Kerle geworden sind und nicht mehr den Fremden nachlaufen oder sich von ihnen treten lassen.</p>
<p>&bdquo;Aber auch im eigenen Lande haben sich N&ouml;rgler gefunden, die uns die Freude an dem Liede verk&uuml;mmern wollen,&ldquo; f&auml;hrt Gerstenberg fort &bdquo;Da&szlig; in den drei Versen des Liedes vierzehnmal das Wort &bdquo;deutsch&ldquo; vorkomme, sei doch des Guten zu viel &ndash; oder:</p>
<blockquote><p>&bdquo;Der Grundgedanke selbst hat f&uuml;r alle echten Deutschen, denen es tiefere Eigenschaften des Geistes und des Gem&uuml;tes nicht gestatten, im Hurra-Patriotismus bis auf den letzten Rest aufzugehen, etwas unbehagliches, vielleicht Beklemmendes, wenigstens die vollste Zustimmung Beeintr&auml;chtigendes&hellip;..Noch schlimmer ist, da&szlig; das Lied ein ganz spezifisches Erkennungszeichen des Antisemitismus geworden ist.&ldquo;</p></blockquote>
<p>Offensichtlich gab es auch damals schon deutsche Menschen, die &auml;hnliche Probleme mit dem Lied hatten wie wir heute. Solche N&ouml;rgler nennen bestimmte &bdquo;Ich bin stolz ein Deutscher zu sein&ldquo; &ndash; Glatzk&ouml;pfe heute &uuml;blicherweise &bdquo;Zecken&ldquo;. &ldquo;</p>
<p>&bdquo;Ich kenne keine Parteien mehr, jetzt kenne ich nur noch Deutsche&ldquo;, mit diesen Worten rief Kaiser Wilhelm das Volk in den Krieg, alle Gegens&auml;tze haben zu verschwinden ,Arme und Reiche sind nur noch Deutsche.<br>
&bdquo;So werden wir den gro&szlig;en Kampf f&uuml;r Deutschlands Recht und Freiheit, wie lange er auch dauern mag, in Ehren bestehen und vor Gott, der unsere Waffen weiter segnen wolle, des Sieges w&uuml;rdig sein,&ldquo; so der deutsche Kaiser an sein Volk zu Beginn des zweiten Kriegsjahres 1915. Von den Forderungen der 1848er, n&auml;mlich Recht und Freiheit des Einzelnen blieben jetzt nur noch Recht und Freiheit der Nation. Und daf&uuml;r werden alle anderen rechtlos.</p>
<blockquote><p>&bdquo;In diesem Sinne,&ldquo; schreibt Gerstenberg, &bdquo;durchbraust heute das &bdquo;Lied der Deutschen&ldquo; die ganze Welt, soweit die deutsche Zunge klingt. Wir wollen nicht mehr in der angels&auml;chsischen Welt die Handlungsgehilfen, Barbiere und Kellner spielen; wir wollen uns nicht von den Segnungen der russischen Kultur begl&uuml;cken lassen. Wir wollen Deutsche sein und Deutsche bleiben, unserer Eigenart und unsere Weltaufgabe stolz uns bewusst. Nur so zwingen wir der feindlichen Welt Achtung vor uns ab. Auf ihre Neigung und Liebe verzichten wir gern.&ldquo;</p></blockquote>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de/von-sedangedenkfeiern-bis-zur-schlacht-bei-langemarck/">Von Sedangedenkfeiern bis zur Schlacht bei Langemarck</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://von-fallersleben.de">Hoffmann von Fallersleben</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
