Studentenunruhen – Reise nach Jena

Dann im Frühjahr 1818 Studentenunruhen in Deutschland! Dies hatte Auswirkungen sogar in Göttingen, das Klima unter den Studenten wird vertraulicher, man hält sich nicht mehr an die alten Formen, doch genau zu diesem Zeitpunkt verlassen die meisten Freunde die Stadt. Sein bester Freund, Henneberg, wechselt nach Jena, der Stadt, von der das Wartburgfest seinen Anfang … =>

Studium in Göttingen – Wartburgfest

Im April 1816, ein Jahr nachdem der Wiener Kongreß die Aussicht auf eine Verfassung zunichte gemacht hat und dem Adel wieder zu seinen Rechten verhalf, unser Poet ist gerade 18 Jahre alt geworden, geht Hoffmann also auf Wunsch seiner Eltern an die Universität zu Göttingen, um mit wenig Geld und noch weniger Lust Theologie zu … =>

Erste Veröffentlichungen

Hoffmann faßt im Mai 1815 den Entschluß, Hannover für immer zu verlassen. Über die Verhältnisse im Lande schreibt er an seinen Bruder, der von Hannover aus nach Berlin gewechselt war: Der alte Adel schlinget neue Bande und unterjocht die Freiheit weit und breit, den stillen Bürger schreckt der große Neid, Willkür und Selbstsucht herrscht im Vaterlande.
Hier kann wohl nie dereinst mein Glück erblühen, wohl nie mein Mut in diesen Fesseln glühen, drum will ich diesem schnöden Land entfliehen.
Gott gab der Reiche viel auf dieser Erde, Er wandelt auch in Freude die Beschwerde, drum lodere meine Glut auf fremden Herde.
Der Adel trat mit der größten Anmaßung wieder auf und suchte seine alten Vorrechte und Bevormundungen auf alle Weise wieder geltend zu machen.

Ende der Franzosenzeit

Das Ende der Franzosenzeit war auch die Zeit der Loslösung Hoffmanns vom Elternhaus. Er wechselte auf das Catherineum in Braunschweig, um sich auf das Studium vorzubereiten. Er lernte latein und greichisch, übersetzte Virgil und Horaz und las immer wieder Theodor Körner, der nicht nur gedichtet hatte, sondern auch im Lützowschen Freikorps kämpfte Zunehmend schreib er … =>

Im Bürgertum herrschte Aufbruchstimmung

Alt – Hannover wurde mit dem von Napoleon gegründeten Königreich Westfalen vereinigt. Im Oktober ernennen die Franzosen Hoffmanns Vater zum Bürgermeister des Cantons ernannt, der aufgrund seines Bemühens um Ausgleich bei den Franzosen angesehen ist, der ältere Bruder Daniel wird Mairie -Sekretär. „Beide Stellungen waren nur bedeutend durch die Ehre und die Gelegenheit, amtlich viel … =>

Kämpfe gegen Napoleon

Durch hohe Abgaben, Einquartierungen und Aushebungen von Soldaten für die Armeen Napoleons leiden die Menschen immer mehr unter der französichen Besatzung. 1809 kommt es zu Aufständen Tiroler Bauern mit dem Landwirt Andreas Hofer, nach dem heute noch ein ICE benannt ist, in Norddeutschland revoltieren einige Regimenter, im Hause Hoffmanns fiebert man mit, jeder Sieg wird … =>

Der Vater als Bürgermeister

Auch das neue Jahr 1808 brachte uns keine Gewißheit über unser Schicksal, ob wir noch länger französisch bleiben oder nächstens dem neuen Königreich Westfalen einverleibt werden sollten. Vorläufig schien es, als ob wir für die Zwecke des Kaisers noch nicht genug ausgebeutet wären: Kriegssteuern und Einquartierungen dauerten fort. Im Februar rückten zwei Schwadronen Cürassiere ein … =>

Was wir damals sangen

So ernst die Weltlage, so traurig die staatlichen Verhältnisse, so drückend fortwährend die Abgaben waren, die deutsche Gemüthlichkeit feierte doch nicht länger und wußte sich endlich wieder geltend zu machen, freilich mit einem starken Anfluge französischer Leichtfertigkeit. Wie man dachte und fühlte, sprach sich in allen Vergnügungen aus: bonne mine à mauvais jeu wurde der … =>

Bruder und Vater Bürgermeister unter Napoleon

In dem achtjährigen Jungen, wie in der übrigen Bevölkerung, wächst langsam der Haß auf Frankreich und der sehnsuchtsvolle Wunsch, daß es mit „uns Deutschen“ etwas werden würde. Aber was war denn Deutschland damals: …“wo unter den verschiedenen Ständen und Klassen der Einwohner keine Gemeinschaft sei; wo der hohe Adel nichts mit dem geringeren, der geringere … =>

Schillers Räuber

Mit dem Beginne des Jahres 1807 hatte die Aufregung der Gemüther ziemlich nachgelassen. Es wurde zwar noch viel in unserem Hause politisiert, man beschäftigte sich aber mehr mit den großen Kriegsereignissen der letzten Monate als mit denen die noch kommen könnten; niemand dachte mehr an einen Sieg der Preußen und ihrer Verbündeten, der Russen, niemand … =>