Deutsche Lieder aus der Schweiz

„Deutsche Lieder aus der Schweiz“: Verlag des literarischen Comptoirs, Zürich und Winterthur. Die dritte Auflage 1845.

Das Lied vom deutschen Ausländer

Ein Knabe lernte ein Gebet, das sprach er täglich, früh und spät, Er sprach es wo er ging und stand, zu Gott empor für´s Vaterland: Kein Österreich, kein Preußen mehr! Ein einig Deutschland, groß und hehr, Ein freies Deutschland Gott bescher ! Wie seine Berge fest zu Trutz und Wehr Und als der Knabe ward … =>

Daß wir so das Fremde lieben (Ausländerei)

Daß wir so das Fremde lieben! Zu dem Fremden hingetrieben sind wir selbst uns fremd geblieben – Deutsch will keiner sein. Nur von Auslands Gnaden sollen wir bestehen wir Lebensvollen, Selbst nichts tun und selbst nichts wollen? Schlag der Teufel drein Sollen wir an uns verzagen? Kein Gefühl im Herzen tragen, nicht einmal zu sagen … =>

Wenn du erzählest deutsche Geschichte (Tod und Leben)

Du sollst so dünn gefoltert werde, daß die Sonne durch dich scheint. (Grimms Rechtsaltertümer 95) Wenn du erzählest, Deutsche Geschichte Hexenprozesse, Hexengerichte segne ich unsere Zeit wo man weit und breit keine deutsche Hexe kennt keine foltert und verbrennt Die Menschen waren früher dumm und schlechter doch wir sind aufgeklärt und viel gerechter Wenn du … =>

Es saust der Wind (Lied der Unfähigen)

Es saust der Wind, es braust das Meer, wir wollen nicht erzittern: Das Recht ist unsere Waff´ und Wehr´, wir stehen wie der Fels im Meer trotz Sturm und Ungewittern Viel Feind, viel Ehr´! ist unser Spruch in gut´ und bösen Tagen. Der Feinde List, der Feinde Dräun heißt uns den edlen Kampf erneun, wir … =>

Werke von Hoffmann von Fallersleben

1815 – Deutsche Lieder von August Heinrich Hoffmann 1819 – Bonner Burschenlieder 1822 – Die Schöneberger Nachtigall 1825 – Die schlesische Nachtigall 1827 – Gedichte 1827 – Kirchhofslieder 1828 – Jägerlieder 1832 – Geschichte des deutschen Kirchenliedes bis auf Luthers Zeit. Breslau 1832. 1836 – Die deutsche Philologie im Grundriß. Breslau 1836. 1836 – Buch der … =>

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

August Heinrich, Sprachforscher und Dichter, geb. 2. April 1798 zu Fallersleben im Braunschweigischen, wonach er sich H. von Fallersleben nannte, besuchte 1816 die Universität Göttingen, um Theologie zu studieren, widmete sich aber, von Benecke angeregt, mit Vorliebe dem Studium der vaterländischen Litteratur, dem er auch in Bonn, wohin er sich 1819 wandte, treu blieb. Nachdem … =>

Es ist ein König in der Welt (Le roi est mort, vive le roi!)

Es ist ein König in der Welt, der hat das größte Reich, ´s ist keiner ihm an Gut und Geld und Macht und Ansehen gleich. Ich sag´ s euch, wenn ihr´ s noch nicht wißt, ich sag´ s euch, wer der König ist. Von Gottes Gnaden ist auch er, und was er tut, ist gut, … =>

Ich wollt es wäre Schlafenszeit

Ich wollt‘ es wäre Schlafenszeit und alles schon vorbei Wir werden von der Fronarbeit doch nun und nimmer frei Zur Arbeit sind wir hier allein dort wird es auch nicht anders sein Der Pfarrer hört‘ s und tröstet sie „Ihr lieben Kinder mein, so etwas gibt‘ s im Himmel nie, da wird nur Freude sein. … =>

Ich armer Sündenbock verschmachte (Minister in der Hölle)

Ich armer Sündenbock verschmachte In dieser heißen Höllenglut Und doch, wenn ich es recht betrachte So geht´s mir immer noch zu gut Ich habe mit Rescripten weiland Geplagt die ganze Monarchie: Ich war gewiß für sie kein Heiland Und dennoch plagten sie mich nie Ich habe mit Berichterstatten Gepeinigt manchen braven Mann Und was sie … =>